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Trinken mit LINKEN am 23.10.

20. Oktober 2021  Aktionen
Wir laden wieder ein zum Trinken mit LINKEN im CafĂ© Havana! Kommt vorbei, lernt uns kennen und kommt mit uns ins GesprĂ€ch. Jetzt erst recht brauchen wir eure UnterstĂŒtzung, eure Ideen und euren Einsatz! Wir freuen uns, euch kennenzulernen.

Samstag, 23.10. – 21 Uhr
Café Havana
Maximillianstraße 96
75172 Pforzeim

Pressemitteilung: Kein Tempolimit – die FDP wird viele Tote zu verantworten haben und die GrĂŒnen haben sich schon jetzt selbst verraten

20. Oktober 2021  PresseerklĂ€rungen
Nun ist es also passiert. Die FDP setzte sich bei den SondierungsgesprĂ€chen durch – es wird kein Tempolimit (130 km/h) auf deutschen Autobahnen geben. SPD und GrĂŒne knicken ein.
 
Nicht nur, dass ein Tempolimit die Unfallgefahr und somit auch der Zahl von Schwerverletzten und TodesfĂ€llen auf unseren Autobahnen entgegenwirken wĂŒrde. FĂŒr das Erreichen der Klimaziele und der Reduzierung des CO2 Ausstoßes wĂ€re dies eine null Kosten verursachend Sofortmaßnahme gewesen.
 
Niklas Beith, Kreisvorstand der LINKEN Pforzheim Enzkreis dazu: „Die GrĂŒnen haben schon kurz nach der Wahl ihre WĂ€hler*innen verraten. Ganz so ernst scheint es dieser Partei mit dem Klimaschutz nun doch nicht zu sein, wenn so schnell die eigenen Prinzipien verraten werden.“
 
Die WĂ€hler*innen wurden hier nicht nur von den GrĂŒnen sondern auch von der SPD getĂ€uscht.
 
Diese Parteien wurden nicht mĂŒde DIE LINKE wĂ€hrend des Wahlkampfes als nicht regierungsfĂ€hig klein zu reden. Aus der daraus resultierenden Angst mit der Stimme fĂŒr die LINKE einen sozialen und klimagerechten Wandel „abzuwĂ€hlen“, wechselten viele WĂ€hler*innen zu den „großen“ Parteien. Was diese nun betreiben ist Betrug an der WĂ€hlerschaft und was noch schlimmer wiegt – sie nehmen aktuelle umweltpolitische Themen nicht ernst und verraten dadurch die junge Generation.
 
DIE LINKE wird auch weiterhin in der Opposition fĂŒr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit kĂ€mpfen und den Menschen zur Seite stehen. Nun zeigen die SondierungsgesprĂ€che deutlich, wer das Original will sollte es zukĂŒnftig auch wĂ€hlen.

Bei RĂŒckfragen kontaktieren Sie uns bitte unter dieser E-Mail-Adresse.

Pressemitteilung: Bundestagskandidatin der LINKEN Pforzheim/Enzkreis, Meltem Çelik, begrĂŒĂŸt am Montag Bernd Riexinger und Gökay Akbulut in Pforzheim, zur Kundgebung „Zeit zu handeln: sozial und klimagerecht!“

19. September 2021  PresseerklĂ€rungen
Das Spitzenkandidaten-Team der LINKEN Baden-WĂŒrttemberg, Bernd Riexinger (MdB) und Gökay Akbulut (MdB) touren seit dem 10. September durchs Land. Unter dem Motto Zeit zu handeln – sozial und klimagerecht ging und geht es von Calw ĂŒber Stuttgart nach Taubersbischofsheim. Mit dabei, natĂŒrlich, unsere Kandidierenden vor Ort.
 

Am 20. September um 19 Uhr sind Riexinger und Akbulut auch in Pforzheim, vor der Schlössle-Galerie, fĂŒr eine Kundgebung zum Thema anwesend.

Bundestagskandidatin Meltem Çelik dazu: „Ich freue mich, Bernd und Gökay hier bei uns zur Kundgebung begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen, denn es geht um eine der wichtigsten Fragen ĂŒberhaupt: Wie können wir schnelle und konsequente Maßnahmen gegen den Klimawandel sozial fĂŒr alle gestalten? Denn es kann nicht sein, dass Reiche in der Pandemie reicher werden und im Anschluss die Pandemie von denen bezahlt werden soll, die sowieso nicht viel haben.“
 
DIE LINKE tritt bei dieser Bundestagwahl fĂŒr soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit an. Die beiden Abgeordneten Bernd Riexinger (Wahlkreis Stuttgart, Landeslistenplatz 1) und Gökay Akbulut (Wahlkreis Mannheim, Landeslistenplatz 2) vertreten DIE LINKE in Baden-WĂŒrttemberg als Spitzenkandidierende.
 
Bernd Riexinger: „WĂ€hrend die Auswirkungen der Pandemie viele Menschen vor große ZukunftsĂ€ngste stellt, wurden einige Wenige immer reicher. Gleichzeitig steigen die Mieten und die drohende Klimakatastrophe stellt ganze Wirtschaftszweige in Frage. Gerade in der Autoindustrie stehen wir vor großen UmbrĂŒchen. Als LINKE stehen wir konsequent fĂŒr einen sozial-ökologischen Umbau, der mit den BeschĂ€ftigten gestaltet wird – und nicht auf ihrem RĂŒcken! Es wird Zeit, dass wir große Vermögen und Einkommen endlich gerecht besteuern, um die dringend notwendigen Zukunftsinvestitionen angehen zu können.“
 
Gökay Akbulut: „Es ist Zeit zu handeln! Der Umbau unserer Industrie, die StĂ€rkung des Sozialen und bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum braucht mehr als leere Worte und schöne Versprechungen. DIE LINKE wird einen bundesweiten Mietendeckel einbringen, denn Wohnen darf kein Luxus werden. Außerdem wollen wir in Bildung und Gesundheit investieren. Corona hat uns unsere Leerstellen in der öffentlichen Infrastruktur aufgezeigt, nun heißt es handeln!“

Pressemitteilung: Pendelverkehr reduzieren – DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis fordert kostenfreien ÖPNV, einen bundesweiten Mietendeckel und bezahlbaren Wohnraum fĂŒr alle

16. September 2021  PresseerklĂ€rungen
Das statistische Bundesamt hat errechnet, dass nur ca. 13% der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger regelmĂ€ĂŸig den öffentlichen Nahverkehr nutzen, um zur Arbeit zu kommen. Die EU-Klimaziele lassen sich so nur schwer erreichen.
 
Mit der Forderung der LINKEN den öffentlichen Nahverkehr kostenlos fĂŒr alle anzubieten, wĂŒrden diese Verkehrsmittel im Vergleich zum Auto an AttraktivitĂ€t gewinnen und den Menschen den Umstieg erleichtern. Ebenso muss gewĂ€hrleistet sein, dass auch in strukturschwachen Regionen ein gut getakteter Nahverkehr aus Bussen und Bahnen vorhanden ist. Es kann schlicht nicht sein, dass fĂŒr viele Menschen, die aktuell in der FrĂŒhschicht arbeiten, einfach kein Bus kommt.

Wenig diskutiert wird außerdem darĂŒber, was Pendelverkehr und lange Arbeitswege eigentlich erst notwendig macht. Unsere Bundestagskandidatin fĂŒr den Wahlkreis Pforzheim, Meltem Çelik, dazu: „Gerade in den StĂ€dten, wo die meisten ArbeitsplĂ€tze sind, ist die Miete hĂ€ufig deutlich höher als auf dem Land, deswegen nehmen viele Menschen lange Pendelwege in Kauf. Unsere Antwort: Wir mĂŒssen die Mieten bundesweit deckeln und in StĂ€dten Wohnraum fĂŒr alle schaffen.“

 
Ein weiteres Problem sind ArbeitsplĂ€tze der öffentlichen Verwaltung und im Bildungssektor. Hier ist es nach wie vor ĂŒblich Lehrer oder Beamte mit leitenden Aufgaben, je nach Bedarf, im Zeitraum von 3 – 5 Jahren, auf einen neuen Arbeitsplatz zu versetzen. Oft werden dabei die persönlichen Belange nicht beachtet. Somit verursacht die Politik durch eine mangelhafte Personalplanung und einer rĂŒcksichtslosen Personalpolitik gegenĂŒber ihren BeschĂ€ftigten selbst zahlreiche Pendler. Diese Handlungsweise sollte dringend ĂŒberdacht werden.
 
Çelik dazu: „Wir haben Lösungen fĂŒr die Probleme wir uns im Kampf gegen den Klimawandel stellen mĂŒssen. Darum am 26.09. die LINKE wĂ€hlen!“

Veranstaltungsinfo: Bernd Riexinger und Gökay Akbulut – Kundgebung am 20.09. in Pforzheim

13. September 2021  Aktionen

Veranstaltungsinfo: Bernd Riexinger und Gökay Akbulut – Kundgebung am 20.09. in Pforzheim

Die beiden Spitzenkadidaten der LINKEN Baden-WĂŒrttemberg, Bernd Riexinger und Gökay Akbulut werden am 20.09.2021 eine Kundgebung in Pforzheim zum Thema “Sozial und klimagerecht” abhalten.

Gökay Akbulut dazu: “In den letzten zwei Wochen zeigen wir in fast 30 Orten im ganzen Land, dass es jetzt auf eine starke LINKE im Bundestag ankommt. Wir machen das Land gerecht. Wir wollen: Bezahlbare Mieten, gerechte Steuern, Investitionen in Klimaschutz, Gesundheit und Bildung, sowie soziale Garantien fĂŒr alle.”

Rahmendaten:
20.09.2021, 19 Uhr
Ecke Westliche Karl-Friedrich-Straße/Museumsstraße (vor der Schlössle-Galerie)

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis prÀsentiert einen Vortrag mit Rentenexperten Matthias W. Buchwald (MdB)

30. Juli 2021  Aktionen

„Statt Altersarmut: Renten rauf!“ – Matthias W. Birkwald

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis prĂ€sentiert einen Vortrag des Bundestagsabgeordneten und Rentenexperten Matthias W. Birkwald. Er spricht in seiner unterhaltsamen und informativen PrĂ€sentation ĂŒber die Fehler der aktuellen Rentenpolitik, Altersarmut und die rentenpolitischen Vorhaben der LINKEN. Im Anschluss gibt es eine Frage und Diskussionsrunde.

Veranstaltungsinformation:
Vortrag von Matthias W. Birkwald (MdB, DIE LINKE)
04.08.2021 – 14:00
Kulturhaus Osterfeld
Raum 404/405 (barrierefreier Zugang)

Kurzinfo und Möglichkeiten mit unserer Bundestagskandidatin Meltem Çelik (Wahlkreis Pforzheim) Kontakt aufzunehmen

30. Juli 2021  PresseerklĂ€rungen

Meltem Çelik, geboren 1992, ist gelernte Kauffrau im Einzelhandel. Sie kandidiert fĂŒr DIE LINKE im Wahlkreis 279 Pforzheim und auf Platz 15 der Landesliste.

„Vor dem Hintergrund der gegenwĂ€rtigen gesell-schaftlichen Debatten ĂŒber Rassismus gegenĂŒber Migrant:innen lasse ich mich als gebĂŒrtige Pforzheimerin mit tĂŒrkischer Herkunft fĂŒr den Bundestag aufstellen. Seit meiner Jugend bin ich selbst mit Aggression und VerstĂ€ndnislosigkeit gegenĂŒber Migrant:innen konfrontiert und stelle mich diesen Reaktionen bereits seit ĂŒber 10 Jahren als aktives Mitglied der LINKEN entgegen. Die Benachteiligung und Diskriminierung von einzelnen Gruppen wurde viel zu lange ignoriert. Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass es an der Zeit ist, alte Fehler einzugestehen und die Zukunft neu zu gestalten – deshalb kĂ€mpfe ich mit aller Kraft fĂŒr eine gleichberechtigte und vielfĂ€ltige Gesellschaft.“

Engagement & Mitgliedschaften:
Beisitzerin im Landesvorstand der Linksjugend [‘ solid] Baden-WĂŒrttemberg, Kreisvorstand DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis, zuvor ehrenamtliche TĂ€tigkeiten im Stadtjugendring, Haus der Jugend Pforzheim

So erreichen Sie Meltem Çelik:

 

 

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis gedenkt der WiderstandskÀmpferin Orli Wald

29. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Am 1. Juli 1914 wurde eine starke Frau geboren, DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis mochte sie gerne vorstellen. Orli Wald, die ihre Kindheit in Trier verbrachte stammt aus einer politisch engagierten Familie. In den 20er Jahren schloss sie sich dem kommunistischen Jugendverband an und engagierte sich seitdem gegen die erstarkenden Nationalsozialisten. Nach der Machtergreifung durch die Nazis wurde sie unter anderem nach Luxemburg geschickt und half dort bei der Verteilung von linken Schriften. 1934 wurde sie von der Gestapo verhaftet, Orli musste jedoch aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen werden.

Zwei Jahre spĂ€ter erfolgte die erneute Verhaftung, da ihre Widerstandsgruppe entdeckt wurde. Sie wurde zu 4 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. WĂ€hrend der Haft sollte sie gebrochen werden. Sie wurde brutal verhört, gefoltert und sollte Genossen als Kronzeugin belasten wogegen sie sich standhaft wehrte. Als sie ihre Haftstrafe verbĂŒĂŸt hatte kam sie jedoch nicht frei sondern wurde im Frauen-KZ-Lager RavensbrĂŒck gefangen gehalten und von dort ins Frauenlager nach Ausschwitz verbracht. Als LagerĂ€lteste wurde sie im HĂ€ftlingskrankenhaus beschĂ€ftigt wo ihr traumatisierendes wiederfuhr. Sie erlebte Ärzte die SĂ€uglinge mit Giftspritzen ermordeten, sie war Zeugin bei Menschenversuchen und sah die Auswahl von Kranken die zum Tod in der Gaskammer gefĂŒhrt wurden.

Unter Lebensgefahr engagierte sie sich im Lager fĂŒr den Widerstand. Sie rettete Hungernde durch kleine Essenzuwendungen vor dem nahenden Tod. Eine jĂŒdische HĂ€ftlingsĂ€rztin half ihr dabei, anderen Gefangenen mit Krankheitsverdacht Ruhezeiten im Krankenhaus zu ermöglichen. MithĂ€ftlinge nannten sie wegen ihrem Einsatz, der viele vor dem Tod bewahrte, „Heldin“ und „Engel von Auschwitz“.

Sie selbst zerbrach in ihrem weiteren Leben an den Schrecken die sie erlebte. Ihr gelang im April 1945 die Flucht aber die Traumata der Haft verfolgt sie ein Leben lang. Musik war fĂŒr sie unertrĂ€glich, sie wurde dadurch immer an die Lagerkapelle erinnert, welche beim Abtransport der Selektierten aus dem Krankenhaus spielte um das Klagen der zum Tode verurteilten auf dem Weg zur Gaskammer ĂŒbertönen sollte. So schilderte es spĂ€ter ein Historiker der ĂŒber Orlis Leben forschte.

Die Vergangenheit verfolgte sie zeitlebens. Sie litt unter schweren Depressionen und AngstzustĂ€nden, Ausschwitz ließ sie nie mehr los. Sie starb im Alter von 47 Jahren am 1. Januar 1962 an einer zu hohen Dosis Medikamente gegen ihre Krankheit.

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis möchte anlĂ€sslich dem Jahrestag ihrer Geburt an diese mutige und selbstlose Frau erinnern. Wir gedenken ihrer mit großem Respekt. Sie zeigt uns, dass Widerstand möglich ist, dass Widerstand gegen Faschisten notwendig ist. Ihr Schicksal mahnt und erinnert uns jedoch auch, wie wichtig eine gute Traumatherapie ist. Ein soziales Thema welches in der politischen Diskussion eher untergeordnet ist. Angesichts der Traumata die FlĂŒchtende vor Kriegen erleben ist hier Handlungsbedarf erforderlich – finanziell und personell. HierfĂŒr setzt sich DIE LINKE ein.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.

 

(Bild gemeinfrei, Autor*in unbekannt)

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis erinnert an Helen Keller – Sozialistin, Schriftstellerin und KĂ€mpferin fĂŒr eine inklusive Gesellschaft

28. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis möchte anlĂ€sslich des Jahrestages ihrer Geburt am 27. Juni 1880 in Tuscumbia, Alabama (USA), an eine außergewöhnliche Frau erinnern. Helen Keller erkrankte mit nur eineinhalb Jahren schwer, mutmaßlich an einer HirnhautentzĂŒndung, und verlor daraufhin die FĂ€higkeit zu Sehen und zu Hören.

Ihre frĂŒhe Kindheit war geprĂ€gt von heftigen WutanfĂ€llen, da sie sich nicht ausdrĂŒcken konnte. Dies Ă€nderte sich im Alter von 7 Jahren als sie auf die talentierte Lehrerin Anne Sullivan traf, die einen Zugang zu ihr finden konnte, und sie im Fingeralphabet unterrichtete. Nun konnte sich Helen endlich ihrer Umgebung mitteilen und sog alles Wissen begierig auf.

Durch ihre wohlhabende und privilegierte Familie konnte sie ab 1900 ein College besuchen, lernte Deutsch und Französisch und schloss 1904 als erste Taubblinde Studentin das College ab. Sie schrieb BĂŒcher, veröffentlichte zahlreiche Artikel und setzte sich in unzĂ€hligen Reden fĂŒr behinderte Menschen ein. Damit wollte sie unter anderem StĂŒck fĂŒr StĂŒck die Einstellung gegenĂŒber tauben und blinden Menschen verĂ€ndern.

Oft geschieht es, dass die Schriftstellerin auf die Rolle des behinderten Wunderkindes reduziert wird. Ihre Begeisterung fĂŒr den Sozialismus und ihr Einsatz fĂŒr eine gerechtere Welt werden dabei oft vergessen. So war es fĂŒr sie eine Tatsache, dass die kapitalistischen VerhĂ€ltnisse ihrer Zeit eng mit der UnterdrĂŒckung der Frau, dem Faschismus und der Behindertenfeindlichkeit zusammenhingen und man nur durch Sozialismus zu einer gerechteren Welt gelangen könne. Zeitlebens sammelte sie Spenden fĂŒr Blindenorganisationen und wurde dabei nicht mĂŒde fĂŒr eine gerechte Welt zu kĂ€mpfen. Ihr Engagement trug sie durch zahlreichen Reisen und VortrĂ€gen in ĂŒber 40 LĂ€nder dieser Welt.

Wie selbstverstÀndlich sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mitteilte und sich weder durch Hindernisse noch durch Kritiker von ihrer Mission abbringen lies, lÀsst uns heute sehr nachdenklich sein. Es ist nur schwer zu begreifen, wie weit wir nach wie vor von einer Welt entfernt sind, in der Menschen mit BeeintrÀchtigungen gÀnzlich integriert sind.

Die Bundespolitik steht hier immer noch vor dem entscheidenden Richtungswechsel. Wir mĂŒssen endlich die Weichen fĂŒr eine inklusive Gesellschaft stellen. DIE LINKE wird weiterhin darauf hinwirken, dass beispielsweise Unternehmen dazu verpflichtet werden, Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen einzustellen. Wir fordern echte Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen. Denn nur dort, wo es keine Barrieren gibt, können Menschen ohne „Behinderungen“ gemeinsam in einer inklusiven Gesellschaft leben.

Link zum Beitragsbild mit Lizenz/Genannter Urheber Jared Enos

Pressemitteilung: DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis feiert Pride – nicht nur im Juni

27. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Der Monat Juni wird weltweit als Pride-Month gefeiert. Es ist ein Monat, in dem traditionell die LGTBIQ*-Gemeinschaft in MĂ€rschen und Paraden mit Stolz und erhobenem Haupt den Christopher Street Day zelebriert.

Dessen Ursprung ist der 27. Juni 1969 in New York. Dort ging die Polizei bei einer Razzia in einem Szene Lokal in der Christopher Street gewaltsam und blutig gegen die Community vor, was zu einer Bewegung fĂŒhrte, die sich dem daraufhin in zahlreichen Demonstrationen zur Wehr setzte. Homosexuelle und Transpersonen galten damals noch als geisteskrank, wurden wegen Unzucht verfolgt und eingesperrt.

Auch wenn viele Dinge sich vor allem in den letzten Jahren fĂŒr LGBTIQ*-Personen verbessert haben, ist Pride immer noch eine wichtige Gelegenheit, auf ihre Situation aufmerksam zu machen – da Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegen Menschen aus dieser Community immer noch weit verbreitet sind.

Viele große Unternehmen stellen in den letzten Jahren ihre UnterstĂŒtzung und ihr Engagement fĂŒr LGTBIQ*-Personen im Pride-Month medial in den Vordergrund. Dies scheint hĂ€ufig leider nur der Selbstvermarktung zu dienen und wird grĂ¶ĂŸtenteils auch erst so praktiziert, seit die gesellschaftliche Akzeptanz fĂŒr diese Community eine kritische Marke ĂŒberschritten hat.

Deswegen ist es uns wichtig, auch gegen Ende des Pride-Monats nochmal darauf hinzuweisen, dass Rainbow-Washing, z.B. die Nutzung der Regenbogen-Flagge in Firmenlogos eine zynische und zahnlose Praxis ist, wenn damit nicht auch konkrete Verbesserungen im Lebens- und Arbeitsalltag einhergehen.

Denn: Ein offener Umgang mit der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen IdentitĂ€t am Arbeitsplatz stĂ¶ĂŸt zwar inzwischen mehrheitlich auf Zuspruch, aber trotzdem immer noch auf große Vorbehalte. Das geht aus einer vom Job-Portal Indeed in Auftrag gegebenen reprĂ€sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Demnach bewertet jeder vierte der Umfrage Teilnehmenden die Zusammenarbeit mit homo- und bisexuellen Kolleg*innen eher problematisch. Noch höher sind Vorbehalte gegen transidente Menschen. Erschreckend ist das Ergebnis, dass nur knapp die HĂ€lfte der Befragten LGTBIQ* Mitarbeitende bei Anfeindungen offen verteidigen wĂŒrden.

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis stellt hier deutlich klar: Sexuelle Orientierung sollte genauso wenig eine Bedeutung am Arbeitsplatz haben wie die Herkunft oder das Alter. Das muss vom Gesetz und von den Arbeitgebenden gewÀhrleistet werden.

Wenn jedoch die Stadtverwaltung Pforzheim in ihren Stellenanzeigen explizit „Erzieher“ und „Sachbearbeiter“ sucht, zeigt dies, dass es auch bei uns vor Ort noch viel zu tun gibt. Wir wĂŒnschen uns mehr FingerspitzengefĂŒhl von der lokalen Politik und Verwaltung und einen vorgelebten offenen Umgang mit verschiedenen Geschlechts-IdentitĂ€ten und sexuellen Orientierungen. Das beginnt auch mit einer inklusiven Sprache aber endet selbstverstĂ€ndlich nicht dort. Wenn Vielfalt nicht sichtbar gelebt wird, kann man sich halbherzige Versuche und Lippenbekenntnisse sparen.

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist gesellschaftliche RealitÀt. Wir fordern daher, die gesetzliche RealitÀt der gesellschaftlichen RealitÀt anzupassen, solidarisieren uns mit der LGBTIQ*-Community und wenden uns gegen jegliche Diskriminierung, sei es privat, in der Schule oder am Arbeitsplatz.