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Kurzinfo und Möglichkeiten mit unserer Bundestagskandidatin Meltem Çelik (Wahlkreis Pforzheim) Kontakt aufzunehmen

30. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Meltem Çelik, geboren 1992, ist gelernte Kauffrau im Einzelhandel. Sie kandidiert fĂŒr DIE LINKE im Wahlkreis 279 Pforzheim und auf Platz 15 der Landesliste.

„Vor dem Hintergrund der gegenwĂ€rtigen gesell-schaftlichen Debatten ĂŒber Rassismus gegenĂŒber Migrant:innen lasse ich mich als gebĂŒrtige Pforzheimerin mit tĂŒrkischer Herkunft fĂŒr den Bundestag aufstellen. Seit meiner Jugend bin ich selbst mit Aggression und VerstĂ€ndnislosigkeit gegenĂŒber Migrant:innen konfrontiert und stelle mich diesen Reaktionen bereits seit ĂŒber 10 Jahren als aktives Mitglied der LINKEN entgegen. Die Benachteiligung und Diskriminierung von einzelnen Gruppen wurde viel zu lange ignoriert. Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass es an der Zeit ist, alte Fehler einzugestehen und die Zukunft neu zu ge-stalten – deshalb kĂ€mpfe ich mit aller Kraft fĂŒr eine gleichberechtigte und vielfĂ€ltige Gesellschaft.“

Engagement & Mitgliedschaften:
Beisitzerin im Landesvorstand der Linksjugend [‘ solid] Baden-WĂŒrttemberg, Kreisvorstand DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis, zuvor ehrenamtliche TĂ€tigkeiten im Stadtjugendring, Haus der Jugend Pforzheim

So erreichen Sie Meltem Çelik:

 

 

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis gedenkt der WiderstandskÀmpferin Orli Wald

29. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Am 1. Juli 1914 wurde eine starke Frau geboren, DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis mochte sie gerne vorstellen. Orli Wald, die ihre Kindheit in Trier verbrachte stammt aus einer politisch engagierten Familie. In den 20er Jahren schloss sie sich dem kommunistischen Jugendverband an und engagierte sich seitdem gegen die erstarkenden Nationalsozialisten. Nach der Machtergreifung durch die Nazis wurde sie unter anderem nach Luxemburg geschickt und half dort bei der Verteilung von linken Schriften. 1934 wurde sie von der Gestapo verhaftet, Orli musste jedoch aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen werden.

Zwei Jahre spĂ€ter erfolgte die erneute Verhaftung, da ihre Widerstandsgruppe entdeckt wurde. Sie wurde zu 4 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. WĂ€hrend der Haft sollte sie gebrochen werden. Sie wurde brutal verhört, gefoltert und sollte Genossen als Kronzeugin belasten wogegen sie sich standhaft wehrte. Als sie ihre Haftstrafe verbĂŒĂŸt hatte kam sie jedoch nicht frei sondern wurde im Frauen-KZ-Lager RavensbrĂŒck gefangen gehalten und von dort ins Frauenlager nach Ausschwitz verbracht. Als LagerĂ€lteste wurde sie im HĂ€ftlingskrankenhaus beschĂ€ftigt wo ihr traumatisierendes wiederfuhr. Sie erlebte Ärzte die SĂ€uglinge mit Giftspritzen ermordeten, sie war Zeugin bei Menschenversuchen und sah die Auswahl von Kranken die zum Tod in der Gaskammer gefĂŒhrt wurden.

Unter Lebensgefahr engagierte sie sich im Lager fĂŒr den Widerstand. Sie rettete Hungernde durch kleine Essenzuwendungen vor dem nahenden Tod. Eine jĂŒdische HĂ€ftlingsĂ€rztin half ihr dabei, anderen Gefangenen mit Krankheitsverdacht Ruhezeiten im Krankenhaus zu ermöglichen. MithĂ€ftlinge nannten sie wegen ihrem Einsatz, der viele vor dem Tod bewahrte, „Heldin“ und „Engel von Auschwitz“.

Sie selbst zerbrach in ihrem weiteren Leben an den Schrecken die sie erlebte. Ihr gelang im April 1945 die Flucht aber die Traumata der Haft verfolgt sie ein Leben lang. Musik war fĂŒr sie unertrĂ€glich, sie wurde dadurch immer an die Lagerkapelle erinnert, welche beim Abtransport der Selektierten aus dem Krankenhaus spielte um das Klagen der zum Tode verurteilten auf dem Weg zur Gaskammer ĂŒbertönen sollte. So schilderte es spĂ€ter ein Historiker der ĂŒber Orlis Leben forschte.

Die Vergangenheit verfolgte sie zeitlebens. Sie litt unter schweren Depressionen und AngstzustĂ€nden, Ausschwitz ließ sie nie mehr los. Sie starb im Alter von 47 Jahren am 1. Januar 1962 an einer zu hohen Dosis Medikamente gegen ihre Krankheit.

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis möchte anlĂ€sslich dem Jahrestag ihrer Geburt an diese mutige und selbstlose Frau erinnern. Wir gedenken ihrer mit großem Respekt. Sie zeigt uns, dass Widerstand möglich ist, dass Widerstand gegen Faschisten notwendig ist. Ihr Schicksal mahnt und erinnert uns jedoch auch, wie wichtig eine gute Traumatherapie ist. Ein soziales Thema welches in der politischen Diskussion eher untergeordnet ist. Angesichts der Traumata die FlĂŒchtende vor Kriegen erleben ist hier Handlungsbedarf erforderlich – finanziell und personell. HierfĂŒr setzt sich DIE LINKE ein.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.

 

(Bild gemeinfrei, Autor*in unbekannt)

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis erinnert an Helen Keller – Sozialistin, Schriftstellerin und KĂ€mpferin fĂŒr eine inklusive Gesellschaft

28. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis möchte anlĂ€sslich des Jahrestages ihrer Geburt am 27. Juni 1880 in Tuscumbia, Alabama (USA), an eine außergewöhnliche Frau erinnern. Helen Keller erkrankte mit nur eineinhalb Jahren schwer, mutmaßlich an einer HirnhautentzĂŒndung, und verlor daraufhin die FĂ€higkeit zu Sehen und zu Hören.

Ihre frĂŒhe Kindheit war geprĂ€gt von heftigen WutanfĂ€llen, da sie sich nicht ausdrĂŒcken konnte. Dies Ă€nderte sich im Alter von 7 Jahren als sie auf die talentierte Lehrerin Anne Sullivan traf, die einen Zugang zu ihr finden konnte, und sie im Fingeralphabet unterrichtete. Nun konnte sich Helen endlich ihrer Umgebung mitteilen und sog alles Wissen begierig auf.

Durch ihre wohlhabende und privilegierte Familie konnte sie ab 1900 ein College besuchen, lernte Deutsch und Französisch und schloss 1904 als erste Taubblinde Studentin das College ab. Sie schrieb BĂŒcher, veröffentlichte zahlreiche Artikel und setzte sich in unzĂ€hligen Reden fĂŒr behinderte Menschen ein. Damit wollte sie unter anderem StĂŒck fĂŒr StĂŒck die Einstellung gegenĂŒber tauben und blinden Menschen verĂ€ndern.

Oft geschieht es, dass die Schriftstellerin auf die Rolle des behinderten Wunderkindes reduziert wird. Ihre Begeisterung fĂŒr den Sozialismus und ihr Einsatz fĂŒr eine gerechtere Welt werden dabei oft vergessen. So war es fĂŒr sie eine Tatsache, dass die kapitalistischen VerhĂ€ltnisse ihrer Zeit eng mit der UnterdrĂŒckung der Frau, dem Faschismus und der Behindertenfeindlichkeit zusammenhingen und man nur durch Sozialismus zu einer gerechteren Welt gelangen könne. Zeitlebens sammelte sie Spenden fĂŒr Blindenorganisationen und wurde dabei nicht mĂŒde fĂŒr eine gerechte Welt zu kĂ€mpfen. Ihr Engagement trug sie durch zahlreichen Reisen und VortrĂ€gen in ĂŒber 40 LĂ€nder dieser Welt.

Wie selbstverstÀndlich sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mitteilte und sich weder durch Hindernisse noch durch Kritiker von ihrer Mission abbringen lies, lÀsst uns heute sehr nachdenklich sein. Es ist nur schwer zu begreifen, wie weit wir nach wie vor von einer Welt entfernt sind, in der Menschen mit BeeintrÀchtigungen gÀnzlich integriert sind.

Die Bundespolitik steht hier immer noch vor dem entscheidenden Richtungswechsel. Wir mĂŒssen endlich die Weichen fĂŒr eine inklusive Gesellschaft stellen. DIE LINKE wird weiterhin darauf hinwirken, dass beispielsweise Unternehmen dazu verpflichtet werden, Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen einzustellen. Wir fordern echte Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen. Denn nur dort, wo es keine Barrieren gibt, können Menschen ohne „Behinderungen“ gemeinsam in einer inklusiven Gesellschaft leben.

Link zum Beitragsbild mit Lizenz/Genannter Urheber Jared Enos

Pressemitteilung: DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis feiert Pride – nicht nur im Juni

27. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Der Monat Juni wird weltweit als Pride-Month gefeiert. Es ist ein Monat, in dem traditionell die LGTBIQ*-Gemeinschaft in MĂ€rschen und Paraden mit Stolz und erhobenem Haupt den Christopher Street Day zelebriert.

Dessen Ursprung ist der 27. Juni 1969 in New York. Dort ging die Polizei bei einer Razzia in einem Szene Lokal in der Christopher Street gewaltsam und blutig gegen die Community vor, was zu einer Bewegung fĂŒhrte, die sich dem daraufhin in zahlreichen Demonstrationen zur Wehr setzte. Homosexuelle und Transpersonen galten damals noch als geisteskrank, wurden wegen Unzucht verfolgt und eingesperrt.

Auch wenn viele Dinge sich vor allem in den letzten Jahren fĂŒr LGBTIQ*-Personen verbessert haben, ist Pride immer noch eine wichtige Gelegenheit, auf ihre Situation aufmerksam zu machen – da Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegen Menschen aus dieser Community immer noch weit verbreitet sind.

Viele große Unternehmen stellen in den letzten Jahren ihre UnterstĂŒtzung und ihr Engagement fĂŒr LGTBIQ*-Personen im Pride-Month medial in den Vordergrund. Dies scheint hĂ€ufig leider nur der Selbstvermarktung zu dienen und wird grĂ¶ĂŸtenteils auch erst so praktiziert, seit die gesellschaftliche Akzeptanz fĂŒr diese Community eine kritische Marke ĂŒberschritten hat.

Deswegen ist es uns wichtig, auch gegen Ende des Pride-Monats nochmal darauf hinzuweisen, dass Rainbow-Washing, z.B. die Nutzung der Regenbogen-Flagge in Firmenlogos eine zynische und zahnlose Praxis ist, wenn damit nicht auch konkrete Verbesserungen im Lebens- und Arbeitsalltag einhergehen.

Denn: Ein offener Umgang mit der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen IdentitĂ€t am Arbeitsplatz stĂ¶ĂŸt zwar inzwischen mehrheitlich auf Zuspruch, aber trotzdem immer noch auf große Vorbehalte. Das geht aus einer vom Job-Portal Indeed in Auftrag gegebenen reprĂ€sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Demnach bewertet jeder vierte der Umfrage Teilnehmenden die Zusammenarbeit mit homo- und bisexuellen Kolleg*innen eher problematisch. Noch höher sind Vorbehalte gegen transidente Menschen. Erschreckend ist das Ergebnis, dass nur knapp die HĂ€lfte der Befragten LGTBIQ* Mitarbeitende bei Anfeindungen offen verteidigen wĂŒrden.

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis stellt hier deutlich klar: Sexuelle Orientierung sollte genauso wenig eine Bedeutung am Arbeitsplatz haben wie die Herkunft oder das Alter. Das muss vom Gesetz und von den Arbeitgebenden gewÀhrleistet werden.

Wenn jedoch die Stadtverwaltung Pforzheim in ihren Stellenanzeigen explizit „Erzieher“ und „Sachbearbeiter“ sucht, zeigt dies, dass es auch bei uns vor Ort noch viel zu tun gibt. Wir wĂŒnschen uns mehr FingerspitzengefĂŒhl von der lokalen Politik und Verwaltung und einen vorgelebten offenen Umgang mit verschiedenen Geschlechts-IdentitĂ€ten und sexuellen Orientierungen. Das beginnt auch mit einer inklusiven Sprache aber endet selbstverstĂ€ndlich nicht dort. Wenn Vielfalt nicht sichtbar gelebt wird, kann man sich halbherzige Versuche und Lippenbekenntnisse sparen.

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist gesellschaftliche RealitÀt. Wir fordern daher, die gesetzliche RealitÀt der gesellschaftlichen RealitÀt anzupassen, solidarisieren uns mit der LGBTIQ*-Community und wenden uns gegen jegliche Diskriminierung, sei es privat, in der Schule oder am Arbeitsplatz.

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis erinnert an eine mutige KĂ€mpferin fĂŒr Frauenrechte, Clara Zetkin

20. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Die junge Clara war, ungewöhnlich fĂŒr Frauen im 19. Jahrhundert, ausgebildete Volksschullehrerin. Über ihre Arbeit fand sie Zugang zur Frauen- und Arbeiterbewegung sie schloss sich der SPD an. Wegen des Sozialistengesetzes (1878–1890), welches sozialdemokratische AktivitĂ€ten außerhalb der Landtage und des Reichstags verbot, ging sie 1882 zuerst nach ZĂŒrich, dann nach Paris ins Exil. Dort gab sie ihren MĂ€dchennamen Eißner ab und nahm den Namen ihres Lebenspartners Ossip Zetkin, einem russischen RevolutionĂ€r, an.

In Paris erlernte den Beruf der Journalistin und widmete sich dem Studium der marxistischen Theorie. Sie hatte 1889 wĂ€hrend des Internationalen Arbeiterkongresses einen bedeutenden Anteil an der GrĂŒndung der Sozialistischen Internationale. Im Herbst 1890 kehrte Sie zusammen mit Ossip und den beiden gemeinsamen Söhnen zurĂŒck nach Deutschland. Die Familie lebte in Stuttgart wo Zetkin Chefredakteurin der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ wurde. Als Frauenrechtlerin wurde sie nicht mĂŒde das Wahlrecht fĂŒr Frauen zu fordern. Der Internationalen Frauentag geht ebenso auf sie zurĂŒck, er wurde von ihr auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen vorgeschlagen und 1911 zum ersten Mal gefeiert.

Zusammen mit Rosa Luxemburg und weiteren prominenten SPD-Politikern gehörte Zetkin kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 zur Minderheit der Gegner einer Bewilligung der Kriegskredite in den Gremien der eigenen Partei. Da sie sich offen gegen den Krieg aussprach wurde Clara Zetkin wĂ€hrend des 1. Weltkrieges mehrfach inhaftiert, ihre Post beschlagnahmt und ihre Söhne, beide Ärzte im MilitĂ€rdienst, wurden schikaniert. In der SPD engagierte sie sich zuerst in der revolutionĂ€ren innerparteilichen Oppositionsfraktion dem Spartakusbund. Nach der GrĂŒndung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am 1. Januar 1919, trat sie dieser bei. Den Nationalsozialismus bezeichnete sie zeitlebens als „Strafe“ fĂŒr das Verhalten der deutschen Sozialdemokratie in der Novemberrevolution.

Sie erkannte die Gefahr durch die NSDAP und ihr war klar, dass trotz aller Differenzen nur gemeinsam gegen den erstarkenden Faschismus vorgegangen werden kann. Sie sagte 1932 als AltersprĂ€sidentin im Reichstag: „Vor dieser zwingenden geschichtlichen Notwendigkeit mĂŒssen alle fesselnden und trennenden politischen, gewerkschaftlichen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen zurĂŒcktreten“ und rief damit zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten auf. Clara Zetkin verließ Deutschland, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Die einflussreiche Sozialistin und Frauenrechtlerin starb am 20. Juni 1933 im Alter von 75 Jahren im russischen Exil.

Clara Zetkin war eine mutige und kĂ€mpferische Frau des 19. und 20. Jahrhunderts. Wir halten ihr Andenken in Ehren und kĂ€mpfen in ihrem Geiste heute wie damals fĂŒr die Rechte der Frauen und gegen den wiederaufkeimenden Faschismus.

Beitragsbild: Clara Zetkin (1857-1933) – das Bild ist gemeinfrei.

Pressemitteilung: DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis kritisiert Wiedereröffnung des Bundeswehrdepots nahe Huchenfeld und WĂŒrm als Lager fĂŒr Gefahrenstoffe

08. Juni 2021  PresseerklĂ€rungen

Presseberichten zufolge soll das Bundeswehrdepot nahe Huchenfeld reaktiviert und als Lager fĂŒr Gefahrenstoffe genutzt werden.

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis lehnt dieses Vorhaben ab, da sich daraus erhebliche Risiken und Nachteile fĂŒr die Pforzheimer Bevölkerung ergeben wĂŒrden.

„Wir stehen fĂŒr konsequente Friedenspolitik und lehnen solche Standorte generell ab. Auch ein MilitĂ€rdepot kann dazu beitragen, Waffen, KriegsgerĂ€t oder VersorgungsgĂŒter in Kriegs- und Krisengebiete zu bringen. Krieg und Gewalt sind HauptgrĂŒnde fĂŒr Flucht und Vertreibung,“ so Meltem Çelik, Bundestagskandidatin der LINKEN fĂŒr den Wahlkreis Pforzheim.

Ab 2023 sollen auf der 10 Hektar großen FlĂ€che voraussichtlich Gefahrenstoffe gelagert werden. Ob hierzu auch Munition gehört, ist unklar. 2019 wurde dies von der Bundeswehr dementiert, aktuell kann man hierĂŒber nichts Genaueres erfahren.

„Wir fordern bei diesem Thema absolute Transparenz. Die BĂŒrger*innen haben das Recht, zu erfahren, was in ihrer NĂ€he passieren soll,“ so Çelik. Das Areal liegt im Huchenfelder Wald, mitten im Landschaftsschutzgebiet. In unmittelbarer NĂ€he liegen Biotope. Trotzdem sollen hier Stoffe lagern, die riesige SchĂ€den anrichten könnten.“

Çelik ergĂ€nzt: „Wir brauchen unsere Waldgebiete außerdem dringender als je zuvor. Sie leisten einen enormen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Sinnvoller wĂ€re es, den Bundeswehrstandort zu schließen, wie es in der Vergangenheit bereits geplant war. Diese FlĂ€che der Natur zurĂŒckzugeben und dort wieder BĂ€ume zu pflanzen wĂ€re ein zukunftsweisendes Signal und wirksamer Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel.“

Um das Depot zu bedienen wĂŒrden Huchenfeld und Pforzheim stark durch den Schwerlastverkehr der Bundeswehr, der voraussichtlich ĂŒber die A8 fĂŒhrt, belastet.

Çelik dazu: „Diese BeeintrĂ€chtigung zu Lasten der Bevölkerung lehnen wir ab! Neben der LĂ€rmbelastung ist langfristig voraussichtlich auch mit SchĂ€den der Fahrbahn zu rechnen.“

Die Verantwortlichen sprechen von der Schaffung von bis zu 70 zivilen ArbeitsplĂ€tzen, welche laut deren AusfĂŒhrungen in unserer von Arbeitslosigkeit schwer getroffenen Region eine Entlastung darstellen sollen.

Meltem Çelik dazu: „Wir fragen uns, was fĂŒr ArbeitsplĂ€tze hier geschaffen werden sollen, denn in Einrichtungen der Bundeswehr handelt es sich dabei oft um Dienstleistungen im Reinigungsbereich oder um privaten Wachdienst. Diese Stellen werden hĂ€ufig von Sub- und Leiharbeitsunternehmen besetzt. Das sind ArbeitsplĂ€tze, in denen nur knapp der Mindestlohn bezahlt wird, also GehĂ€lter, von denen man kaum leben kann.“

Nicht zuletzt wegen solcher ArbeitsplĂ€tze fordere DIE LINKE einen Mindestlohn von 13 € und ein striktes Vorgehen gegen undurchsichtige BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse in Sub- und Leiharbeitsfirmen, so Çelik.

Meltem Çelik unterstreicht: „Pforzheim braucht ArbeitsplĂ€tze, mit denen die BeschĂ€ftigten gut leben, nicht nur ĂŒberleben können. Auch hier fordern wir absolute Transparenz.“

Pressemitteilung: DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis kommentiert die Preiserhöhung im Karlsruher Verkehrsverbund

24. Mai 2021  PresseerklĂ€rungen

Mit großer Verwunderung nahm der Kreisverband DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis eine Pressemeldung vom Anfang des Monats zur Kenntnis, in welcher der Karlsruher GrĂŒnen-Stadtrat und Aufsichtsrat des Karlsruher Verkehrsverbundes, Johannes HonnĂ©, einer Erhöhung der Fahrpreise zustimmte. BegrĂŒndet sei die Erhöhung durch nachlassende Fahrgastzahlen wĂ€hrend der Corona-Pandemie.

Da auch Pforzheimer*innen und Einwohner*innen des Enzkreises das Karlsruhe Netz nutzen mĂŒssen, fragen wir uns, wie das zu einer MobilitĂ€tswende passt, fĂŒr die sich grĂŒne Politiker*innen zumindest vordergrĂŒndig einsetzen. Wenn man Kretschmanns RegierungserklĂ€rung aufmerksam verfolgt, erkennt man darin die GrĂŒnen im Jahr 2021, denn dort sagt er „Ökologie ist keine Wohlstandsbremse – Ökologie selbst ist das GeschĂ€ftsmodell“.

Unsere Bundestagskandidatin fĂŒr den Wahlkreis Pforzheim, Meltem Çelik, fragt deshalb: „Ist das primĂ€re Ziel der GrĂŒnen, mit Klimaschutz Geld zu verdienen? Diejenigen, die dabei auf der Strecke bleiben werden offenbar vergessen. Wer es sich nicht leisten kann mit Bus und Bahn zu fahren und stattdessen zu Hause bleiben muss, belastet das Klima eben auch nicht – man könnte vermuten, dass die GrĂŒnen dies begrĂŒĂŸen, oder zumindest akzeptieren – wenn man Kretschmanns Aussage, mit der von Stadtrat HonnĂ© kombiniert.“

DIE LINKE hat hierzu klare Positionen:

Wir fordern den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und fĂŒr die Anbindung aller Orte an das Busnetz. Busse und Bahnen brauchen einen besseren Takt, auch abends. SelbstverstĂ€ndlich sind fĂŒr uns flĂ€chendeckend barrierefreie öffentliche Verkehrsmittel. Wenn der öffentliche Nahverkehr attraktiv und kostenfrei ist, wird er von der Bevölkerung genutzt werden und die Verkehrsbelastung nimmt automatisch ab.

Anstatt Preise zu erhöhen wĂ€re es aus unserer Sicht angebracht darĂŒber nachzudenken warum der ÖPNV gerade in Pandemiezeiten an AttraktivitĂ€t verliert und welche Maßnahmen getroffen werden mĂŒssen, damit sich die BĂŒrger*innen sicher fĂŒhlen können. Hierzu gehören eine hohe Taktung, um ĂŒberfĂŒllte Busse und Bahnen zu vermeiden, sowie leistungsstarke LĂŒftungssysteme und sichtbare Hygienekonzepte. Die anfallenden Mehrkosten mĂŒssen solidarisch finanziert werden, beispielsweise durch Abgaben von den Unternehmen, die zu den Gewinnern dieser Krise gehören.

DIE LINKE fordert die Politik auf allen Ebenen auf, hier aktiv zu werden und sich intelligente Lösungen zugunsten der Bevölkerung und des Klimaschutzes einfallen zu lassen.

 

Pressemitteilung: DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis unterstĂŒtzt die SeebrĂŒcke in ihrer Forderung, Pforzheim zum sicheren Hafen zu machen

24. Mai 2021  PresseerklĂ€rungen

Der Kreisverband DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis unterstĂŒtzt die SeebrĂŒcke Pforzheim in ihrer Forderung unsere Stadt zu einem sicheren Hafen fĂŒr geflĂŒchtete Menschen zu ernennen.

Bereits letztes Jahr wurde dies von verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen im Pforzheimer Gemeinderat gefordert. Statt hier mutig und menschlich voranzuschreiten, behauptete die Stadtverwaltung damals, Pforzheim sei effektiv bereits seit Jahrzehnten ein sicherer Hafen – und redete sich ansonsten mit Verweisen auf die finanzielle Lage der Stadt und die „noch nicht absehbaren, aber auf dem Arbeitsmarkt schon spĂŒrbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie“ heraus.

DarĂŒber hinaus mĂŒssen wir inzwischen Äußerungen hören, auch aus dem Gemeinderat, dass die zwischenzeitlich hohen Inzidenz-Zahlen unserer Stadt die Schuld der migrantischen Einwohner*innen sei. Das hat einerseits keine wissenschaftliche Grundlage und verbreitet darĂŒber hinaus auch versteckt Hetze und Ressentiments gegenĂŒber GeflĂŒchteten und Menschen mit Migrationshintergrund. Leider hört man solche Aussagen auch immer wieder, wenn man aufmerksam durch die Stadt geht.

DIE LINKE möchte eine solidarische Gesellschaft, in der jede und jeder in Frieden leben kann. Wir sehen Vielfalt als StĂ€rke – und wollen Rassismus keinen Platz bieten. Die Forderung der SeebrĂŒcke, die Stadt zum sicheren Hafen zu erklĂ€ren, wĂ€re ein starkes Signal fĂŒr die Menschlichkeit und gegen Rassismus.

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis möchte darauf aufmerksam machen, dass sich bereits 31 StĂ€dte und Landkreise in Baden-WĂŒrttemberg zum sicheren Hafen erklĂ€rt haben. Diese fordern die Landesregierung auf, ein Landesaufnahmeprogramm zu beschließen und damit die zusĂ€tzliche Aufnahme von GeflĂŒchteten an den Außengrenzen zu ermöglichen. Wir wĂŒnschen uns, dass auch die Stadt Pforzheim ein Teil dieser VerbĂŒndeten wird – und die Landesregierung hier endlich handelt!

Wenn wir nicht fĂŒr sichere Fluchtwege kĂ€mpfen, nehmen wir in Kauf, dass auch in Zukunft Menschen, sogar SĂ€uglinge, im Mittelmeer ertrinken, wĂ€hren wir in Europa dabei zuschauen. Damit sind auch wir dafĂŒr mitverantwortlich.

Pressemitteilung: Kritik WiP/DIE LINKE an Äußerungen von Stadtrat Reinhard Klein

17. Mai 2021  PresseerklĂ€rungen

Die StadtrĂ€te von WiP/Die Linke, Weisenbacher und Spohn, sehen in den neuerlichen Äußerungen von Stadtrat Klein zu der Schuldfrage von Migranten an hohen Inzidenzzahlen, den Versuch die RealitĂ€ten in Pforzheim auf den Kopf zu stellen.

Pforzheim ist nach wie vor eine AfD Hochburg und dass die AnhÀnger dieser Partei Corona gerne klein reden sei eine dieser RealitÀten, meint Christof Weisenbacher. Er ergÀnzt: Eine andere RealitÀt war die Versammlung einiger hundert Teilnehmer bei dem Querdenker Arzt Bodo Schiffmann im letzten Jahr.

Die Tatsache, dass in der Zwischenzeit genug Untersuchungen vorliegen, die enge WohnverhĂ€ltnisse, prekĂ€re BeschĂ€ftigung und Bildungsdefizite fĂŒr höhere Fallzahlen benennen, blendet Stadtrat Klein aus seinen Betrachtungen aus, sagt Stadtrat Claus Spohn. FĂŒr diesen Stadtratskollegen mĂŒsse man sich fremdschĂ€men, sagen beide.

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis erinnert an die Schauspielerin Helene Weigel und weist auf die prekÀre RealitÀt von Kulturschaffenden in der Pandemie hin

16. Mai 2021  PresseerklĂ€rungen
DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis erinnert an die Schauspielerin Helene Weigel und weist auf die prekÀre RealitÀt von Kulturschaffenden in der Pandemie hin

Die Schauspielerin Helene Weigel, geboren am 12. Mai 1900, wuchs in Wien auf, bevor sie in jungen Jahren zum Theater fand. In Frankfurt am Main spielte sie in ersten Engagements, bevor es fĂŒr sie 1925 in Berlin zum Durchbruch kam.

Ihr kĂŒnstlerischer Ausdruck und ihre markante Spielweise brachte ihr bald den Ruf ein die „lĂ€rmendste Schauspielerin Berlins“ zu sein. Ihre Wege kreuzten sich mit Bertolt Brecht, dessen emanzipierte GefĂ€hrtin sie wurde.

1933 zwang sie die Machtergreifung Hitlers ins Exil – eine Zeit weitgehend ohne BĂŒhne. Nach der RĂŒckkehr aus dem Exil strafte sie alle LĂŒgen die sie mit fast 50 Jahren als zu alt fĂŒr die Verkörperung der jungen Antigone im Drama von Sophokles befanden.

Der Rest ist Geschichte– ihre Rolle der “Mutter Courage” in Brechts Inszenierung am Deutschen Theater in Ost-Berlin war großartig und unvergessen. In der DDR wurde sie Intendantin am Berliner Ensemble und fĂŒllte diese Aufgabe bis zu ihrem Tod am 6. Mai 1971 aus.

 
Meltem Çelik, Bundestagskandidatin der LINKEN im Wahlkreis Pforzheim, ĂŒber das Leben und die Arbeit dieser bemerkenswerten Kulturschaffenden: „Helene Weigel war eine starke Frau die mit ihrer Haltung, wegen ihrem fortschrittlichen Denken und Handeln ein großes Vorbild fĂŒr uns ist. Sie feierte große Erfolge und hĂ€tte sich wohl kaum vorstellen können, wie hart es heute, zu Pandemiezeiten, fĂŒr Ihre Kolleg*innen in der Schauspielerei ohne die festen Arrangements ist.

Die bittere RealitĂ€t ist in so vielen FĂ€llen: Keine Arbeit, keine Gage, die Existenz ist bedroht. Und dies, wo doch freie Kulturschaffende bereits seit Jahrzehnten unter prekĂ€ren und unsicheren finanziellen Bedingungen arbeiten, auch bei grĂ¶ĂŸter Hingabe zum Beruf. Jetzt sind jedoch fĂŒr viele KĂŒnstler*innen die aktuellen Hilfsprogramme der Bundesregierung immer noch nur schwer zu erreichen. Wir fordern VerlĂ€sslichkeit und eine radikale Vereinfachung der Zugangsvoraussetzungen zu den Hilfsmaßnahmen von Bund und Land!”