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DIE LINKE Pforzheim Enz ruft zum globalen Klimastreik auf!

28. Februar 2023  Allgemein

PM

Der Kampf um eine solidarische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft f√ľr alle kann nur ein gemeinsamer sein!
Am 3. M√§rz findet der erste globale Klimastreik von Fridays for Future im Jahr 2023 statt. Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di wird es einen bundesweiten Aktionstag geben, bei dem deutlich werden soll, dass die Interessen von Besch√§ftigte und der Kampf gegen die Klimakatastrophe zusammengeh√∂ren.
DIE LINKE begr√ľ√üt den Klimastreik und den gemeinsamen Aktionstag. Wir rufen unsere Mitglieder dazu auf, gemeinsam mit Klimabewegung und Gewerkschaften auf die Stra√üe zu gehen. Zuletzt hat zu Beginn des Jahres das Abbaggern von L√ľtzerath gezeigt, dass im Zweifel Konzern- interessen wichtiger sind, als der Erhalt unserer Lebensgrundlagen. L√ľtzerath war nicht nur ein Symbol gegen den Raubbau an Mensch und Natur. Die Kohle darunter, die noch verfeuert werden soll, reicht aus, die Klimaziele der Bundesregierung komplett zur Makulatur zu machen. Doch auch wenn L√ľtzerath ger√§umt ist, die Kohle ist noch nicht gef√∂rdert und verbrannt. Wir unterst√ľtzen die Klimabewegung in ihren Protesten und Aktionen zivilen Ungehorsams, damit es nicht dazu kommt. Im Zuge des Angriffskriegs Putins gegen die Ukraine, der an sich schon ein Treiber der Klimakrise ist, kommt es zu einem globalen fossilen Rollback. Deutschland f√∂rdert in Staaten des globalen S√ľdens neue Gasinfrastruktur und die Erschlie√üung neuer Kohlevorkommen (und bricht damit das Versprechen vom Weltklimagipfel in Glasgow), baut im Inland in rasendem Tempo Infrastruktur f√ľr LNG Fl√ľssiggas aus, setzt Umweltschutzvorschriften au√üer Kraft, gef√§hrdet Flora und Fauna im Wattenmeer. Allein die weltweit geplanten neuen fossilen Projekte reichen aus, die Erderhitzung weit √ľber 2 Grad Celsius zu treiben. Der neokoloniale Abbau von Rohstoffen f√ľhrt im globalen S√ľden selbst sowohl zu klimatischen Verheerungen als auch sklaverei√§hnlichen Arbeitsbedingungen. Es muss alles daran gesetzt werden, diesen ¬ĽHighway in die Klimah√∂lle¬ę (Antonio Guterres, UN Generalsekret√§r) zu verlassen.
Dazu brauchen wir nicht nur einen radikalen Umbau unseres Energie- und Verkehrssystems, des Agrarbereichs und der Industrie, wir m√ľssen auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums mit einer konsequenten W√§rmewende verbinden. Wir sind √ľberzeugt, das alles ist nicht zu schaffen mit dem Slogan: ¬ĽUnser Kapitalismus soll gr√ľner werden.¬ę Wir brauchen eine grundlegende Wende in Wirtschaft und Gesellschaft, wir m√ľssen mit dem kapitalistischen Profitprinzip brechen. Daf√ľr brauchen wir starke Institutionen, massive Investitionen in √∂ffentliche Infrastruktur und Daseinsvorsorge in √∂ffentlicher Hand. W√§hrend f√ľr Verbraucher:innen die Preise f√ľr Energie und Lebensmittel immer weiter steigen, verzeichnen die gro√üen Energie- und Lebensmittelkonzerne riesige Gewinne. Neben einer wirksamen √úbergewinn- steuer wollen wir auch die Diskussion √ľber eine Vergesellschaftung in den Bereichen, die die Grundbedarfe der Bev√∂lkerung betreffen, vorantreiben.
Neben dem Energiesektor und dem W√§rmebereich ist die gr√∂√üte Baustelle der Verkehrsbereich. Der Expertenrat der Bundesregierung hat vorgerechnet, dass hier die Geschwindigkeit, sollen die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden, vervierzehnfacht werden muss. Doch bei Bus und Bahn sind bis jetzt keine notwendigen Ver√§nderungen in Sicht, nicht einmal ein allgemeines Tempolimit bekommt diese Bundesregierung auf die Reihe. Doch sozial-√∂kologischer Umbau bedeutet auch, diese Bereiche aufzuwerten. Die Busfahrer:innen und Bahnangestellten sind Klimahelden. Wir unterst√ľtzen die Lohnforderung nach mindestens 10,5 Prozent mehr Lohn. Das ist angesichts realer Lohneinbu√üen im letzten Jahr das Mindeste. Ver.di und Fridays for Future haben erkannt, dass der Kampf um eine solidarische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft f√ľr alle nur ein gemeinsamer sein kann.
 

Gedenken eines Offenbacher B√ľndnisses zum rechtsterroristischen Anschlag in Hanau vor 3 Jahren

18. Februar 2023  Allgemein

Am 19. Februar j√§hrt sich zum dritten Mal der rechtsterroristische Anschlag in Hanau. Vor 3 Jahren wurden G√∂khan G√ľltekin, Sedat G√ľrb√ľz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovic, Vili Viorel Paun, Fatih Saracoglu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov kaltbl√ľtig ermordet.
Dem Ruf nach Aufklärung und Konsequenzen wurde noch immer nicht nachgegangen oder aktiv etwas unternommen, dass sich diese Tat nicht wiederholt. Es sind nun drei Jahre vergangen und noch immer gibt es keine Aufklärung des unbegreiflichen Polizeieinsatzes. Es gab grobe Ermittlungsfehler, nicht funktionierende Notrufleitungen, nicht verwendete Zeugenaussagen und ein explizites Versagen der hessischen Polizei, auch in Bezug auf den NSU 2.0.
Umso wichtiger ist es deshalb, dass WIR als antirassistische Initiativen und Antirassist:innen, um diese Aufklärung kämpfen. Eine gemeinsame Organisierung und der entschlossene Kampf gegen Rassismus und Faschismus ist dringender denn je. Dies kann nur in Verbindung unserer Kämpfe geschehen.
So erinnern und k√§mpfen wir auch dieses Jahr und zeigen entschlossen Solidarit√§t, um der Politik Druck zu machen! Wir fordern: ‚ÄěEine l√ľckenlose Aufkl√§rung und Konsequenzen! Rassismus und Faschismus entschlossen auf den Stra√üen bek√§mpfen“.
Denn Erinnern heißt Verändern!

Pressemitteilung: Aufarbeitung der Schulsituation in der Coronazeit

23. Januar 2023  DIE LINKE, Gemeinderat, Kreisverband
WiPMr sind nun im Jahr 2023.Januar. Die Schulen ächzen unter den vergangenen Jahren der Coronapandemie. Lehrkräftemangel, Defizite in der Aufnahme des Schulstoffes nach den gegebenen Richtlinien und damit einhergehende große Ungerechtigkeiten was das Aufholen dieser bedeutet. Unsere Kinder, die mehr als zwei Jahre aufgewachsen sind in einem unsicheren Wandel der Zeit und unterschiedlich darauf reagiert haben.
Homeschooling, wie auch immer es nach provisorischen Leitlinien funktioniert haben mag, ersetzte den Schulunterricht selbstverst√§ndlich nicht. Das hat auch niemand erwarten k√∂nnen in dieser Situation. Aber, wie auch immer es funktioniert hat, oder auch nicht, setzt nun neue Ma√üst√§be an das Scheitern oder Gelingen eines Schulabschlusses. Das ist nicht im Sinne eines funktionierenden Schulsystems. Wie viele Lehrer, Erzieher,  Sch√ľler und auch Eltern in Pforzheim berichten, ist die Situation f√ľr die Lernenden dem Schulstoff nachzukommen katastrophal. 
Viele Kinder und Jugendliche bleiben mangels Lerninhalten und dem fehlenden Lehrpersonal auf der Strecke. Dies wird vom Schulministerium völlig ignoriert.
Und es es wird weitergemacht wie bisher, vor der Pandemie.
In einer diversen Welt, voller Wandel, darf jede Sch√ľler*in die gleiche Chance bekommen eine Qualifikation f√ľr das Weiterbestehen in unserer Gesellschaft zu erhalten,und laut bestehendem Schulgesetz ist dies auch gew√§hrleistet.
So aber nicht in der Realit√§t, in der das Kultusministerium den Umgang mit erheblichen Defiziten der Sch√ľler ignoriert.
Wir fordern einen individuellen Umgang mit den Sch√ľler* innen in dieser schwierigen Phase. Ma√üst√§be m√ľssen zum Erreichen des Klassenziels gesenkt werden!
Geben wir den Kindern eine Chance! F√ľr eine gerechte Zukunft.
 

Die Sommertour durch Baden-W√ľrttemberg

19. Juli 2022  Allgemein

.🦈🎣Am Donnerstag k√∂nnt ihr uns zusammen mit dem Miethai und @dielinke.bw vor dem Rathaus in Pforzheim antreffen.
Wir k√§mpfen f√ľr bezahlbare #mieten und nur gemeinsam k√∂nnen wir Druck auf die regierenden Parteien im Bund und Land aus√ľben.

Kommt gerne ab 15.00 Uhr bei uns vorbei

 

Trinken mit Linken

26. Mai 2022  Allgemein

Wir laden wieder ein, zum Trinken mit LINKEN im Café Havana! Kommt vorbei, lernt uns kennen und kommt mit uns ins Gespräch.
Eine starke LINKE braucht Euch!
Samstag, 28.05. – 21:00 Uhr
Café Havana
Maximillianstraße 96
75172 Pforzeim

FDP-Vorstoß verwundert Linke

06. April 2022  Allgemein

 

Mit Verwunderung vernimmt der Kreisverband der LINKEN Pforzheim / Enzkreis die Pressemeldung der FDP, die in Hohenwart die Haltestelle „Hohenwart-Ortsmitte“ in „Hohenwart-L√§dle“ umbenennen m√∂chte.
 
Hier ergreift also eine Partei die Initiative, welche deutlich gegen eine Umbenennung von Straßen und Plätzen in der Stadt Pforzheim vorgegangen ist. Wir erinnern an die Debatten von 2018 und 2021, als es darum ging, den Namen der Emil-Strauß-Straße zu ändern, deren literarischer Namensgeber stark mit der faschistischen Diktatur in Deutschland verbunden war und dadurch auch zu den Kriegstreibern gehörte. Auch in Pforzheim entstand durch Menschen wie Strauß viel Zerstörung und Leid.
 
Ein Konsens √ľber die Umbenennung konnte im Gemeinderat der Stadt Pforzheim jedoch nicht gefunden werden. Als kleiner, nicht zufriedenstellender Kompromiss, wurde eine erkl√§rende Tafel dem Stra√üennamen zugef√ľgt. Ein gro√üer Gegner einer Umbenennung war die FDP. Sie sprach sich unter anderem im Kulturausschuss gegen eine Umbenennung aus.
 
Nun ist es also tatsächlich eine der Parteien, die den Aufwand scheuten, eine historisch notwendige Aufarbeitung und damit auch die Umbenennung von Straßen in unserer Stadt anzugehen, welche die Umbenennung einer Bushaltestelle vorschlägt.
 
Wir m√∂chten die FDP daher bitten, ihre fr√ľheren Entscheidungen kritisch zu √ľberdenken, denn auch andere Stra√üen und Pl√§tze in Pforzheim verdienen neue Namen. DIE LINKE m√∂chte keine Menschen ehren, die zu Lebzeiten nationalsozialistische Ziele verfolgten. Eine Umbenennung der Emil-Strau√ü-Stra√üe ist beispielsweise l√§ngst √ľberf√§llig.
 
Durch den pl√∂tzlichen Vorsto√ü der FDP scheint sich von deren Seite aus ein neuer Blick bez√ľglich der Umbenennung von Orten eingestellt zu haben. Wenn sich dadurch neue Mehrheiten ergeben k√∂nnten, bez√ľglich einer Wiederaufnahme dieser Debatte, begr√ľ√üen wir dies sehr.

 

DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis fordert: Ukrainische B√ľrger*innen und deren Kinder unb√ľrokratisch und schnell integrieren

19. M√§rz 2022  Allgemein
 
Seit dem Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine befinden sich viele Menschen auf der Flucht und suchen Schutz in meist europ√§ischen L√§ndern und St√§dten, auch in Pforzheim. Bisher ist leider vollkommen ungekl√§rt wo sie unterkommen k√∂nnen oder in welchen Einrichtungen Kinder und Pflegebed√ľrftige betreut werden sollen. Die Ministerpr√§sidentenkonferenz hat sich gestern dazu bekannt, Kinder schnell in Schulen integrieren zu wollen und Erwachsenen Integrationskurse anzubieten. Das ist eine ehrbare Absicht.
 
Durch den bereits von der Regierung verursachten Personalmangel an den Schulen, in Kitas und in Pflegeeinrichtungen muss dringend eine L√∂sung gefunden werden, wie dies tats√§chlich umzusetzen ist. Auch wenn es um den Umgang mit Ressourcen im Bereich der Wohnsituationen und Betreuungsm√∂glichkeiten der Menschen in Pforzheim geht, ist schnelles und unb√ľrokratisches Handeln gefragt.
 
Wie Gerd Landsberg, Hauptgesch√§ftsf√ľhrer des deutschen St√§dte- und Gemeindebundes gestern in einem Interview bemerkte, seien die Kommunen ma√ülos √ľberfordert mit der Situation. Es fehle au√üerdem an digitaler Lehr- und Lernkultur.
 
Laut einem Antrag der Linken im Bundestag ist derzeit jedes f√ľnfte Kind armutsgef√§hrdet. Die Regierung wird dieses Problem noch zuspitzen, wenn sie sich nicht sofort um langfristig planbare L√∂sungen bem√ľht.
 
Jan R√∂ssle, Kreisvorstand der LINKEN in Pforzheim und dem Enzkreis dazu: ¬ĽWir fordern, Gefl√ľchtete und deren Kinder in Kitas und Schulen unterzubringen und eine l√ľckenlose Bildung zu erm√∂glichen. Wir fordern au√üerdem einen sofortigen Bericht und L√∂sungsvorschlag des Gemeinderates Pforzheim zu dieser Situation. Durch jahrelange Misswirtschaft und Personalabbau, beziehungsweise schlechte und ungerechte Bezahlung der Pflege und Erziehungskr√§fte k√∂nnte dies zu einer Mammut-Aufgabe werden, die l√§ngst h√§tte gel√∂st sein k√∂nnen. Ein weiterer Finger in die Wunde des maroden Sozialsystems dieses Landes ‚Äď und die Sozialberufe bleiben dabei leider weiterhin unattraktiv.
 
Es fehlt schon jetzt an allen Ecken und Enden an nötigem Personal. Die Pandemie hat dieses Problem weiter verstärkt. Gehandelt wurde und wird noch immer nicht.
 
DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis fordert deshalb auch erneut eine sofortige gerechte Bezahlung aller in Sozialberufen Tätigen.
 
Es ist Zeit f√ľr Besinnung und schnelles Handeln.

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis fordert mehr Anlaufstellen und Unterst√ľtzung f√ľr Frauen in Gewaltsituationen

Laut dem Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben physische und oder psychische Gewalt erlebt. Betroffen hiervon sind Frauen aus allen sozialen Schichten.

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis stellt fest, dass diese Thematik leider nur selten öffentlich Beachtung findet, meist nur in zeitlichem Zusammenhang mit einem medienwirksamen Ereignis oder dem internationalen Frauentag.

Wenn jede dritte Frau mindesten einmal in ihrem Leben Gewalt erlebt, muss der T√§terkreis gro√ü sein. Dies l√§sst vermuten, dass es auch in Pforzheim und dem Enzkreis eine hohe Anzahl an M√§nnern gibt, die gewaltbereit gegen√ľber Frauen sind. Oft wird Gewalt gesellschaftlich auf einen k√∂rperlichen √úbergriff reduziert ‚Äď dabei f√§ngt gewaltbereites Verhalten viel eher an. Beispielsweise als offen oder verborgenes verbal aggressives dominierendes Verhalten gegen√ľber Frauen und M√§dchen. Nur die wenigsten dieser Vergehen werden jedoch angezeigt und strafrechtlich verfolgt. H√§ufig wird in der gesellschaftlichen Diskussion die vermeintliche Schuld leider immer noch bei den Betroffenen selbst verortet.

Wir w√ľnschen uns eine couragierte und solidarische Gesellschaft, die bei verbaler und k√∂rperlicher Gewalt aufmerksam ist, die T√§ter identifiziert und bei erniedrigendem Verhalten eingreift. Verbale und K√∂rperliche Gewalt darf kein Tabuthema sein und muss in letzter Konsequenz auch strafrechtlich verfolgt werden.

Auch die Politik ist hier gefragt. Wir ben√∂tigen niederschwellige Angebote in denen unb√ľrokratisch Hilfe angeboten wird. Hierf√ľr ist kommunal gen√ľgend qualifiziertes Personal im sozialen Bereich erforderlich sowohl in der Pr√§vention als auch in der direkten Hilfe. Oft sind dies jedoch genau die Stellen bei denen Kommunen zuerst den Rotstift ansetzen oder es sind Stellen die es gar nicht gibt. Die Hilfsangebote f√ľr Frauen in Baden-W√ľrttemberg platzen mittlerweile aus allen N√§hten, eine fl√§chendeckende Versorgung ist nicht gegeben, es fehlen beispielsweise ca. 1000 Pl√§tze in Frauenh√§usern und dies ist nur die Spitze des Eisberges.

Unsere Bundestagskandidatin Meltem √áelik, Wahlkreis Pforzheim, dazu: ‚ÄěWir fordern in dieser Angelegenheit endlich ein entschlossenes Handeln und finanzielle Unterst√ľtzung durch die Bundes- und Landesregierung. Hier endlich konsequent zu handeln w√§re eine Respektsbezeugung gegen√ľber einem gro√üen Teil der Bev√∂lkerung.‚Äú

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis kritisiert, dass Lehrkr√§fte unter Gr√ľn-Schwarz in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit entlassen werden

29. Juli 2021  Presseerkl√§rungen

Es ist besch√§mend, dass die Gr√ľn-Schwarze Landesregierung an ihrer fragw√ľrdigen Taktik festh√§lt, Lehrkr√§fte und andere Berufsst√§nde √ľber den Sommer in die Arbeitslosigkeit zu schicken um sie danach im September mit einem (teilweise befristeten) Arbeitsvertrag anzustellen. Seit langem ist dies Praxis in unserem Bundesland √ľblich und wird nun auch von der neuen gr√ľnen Kultusministerin Theresa Schopper weiterverfolgt. Wenn junge Lehrkr√§fte ihr Referendariat beendet haben, werden sie in ‚Äěunbezahlte‚Äú Sommerferien geschickt.

DIE LINKE Pforzheim / Enzkreis kritisiert dieses Handeln aufs Sch√§rfste! Gut ausgebildete Fachkr√§fte werden √ľber die Sommermonate in die Arbeitslosigkeit entlassen. Ein Referendariat, egal ob als Lehrer oder in einem anderen Ausbildungszweig absolviert man als Beamt*in auf Wiederruf. W√§hrend der Arbeitslosigkeit hat man daher keinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe. Kann also beispielsweise eine junge Lehrkraft den Sommer nicht durch Erspartes √ľberbr√ľcken bleibt kein anderer Weg als einen Antrag auf Harz IV zu stellen.

Die Landesregierung bringt Ingenieur*innen, Lehrkr√§ften und Juristin*en, die ein langj√§hriges Studium und danach ein fast 2-j√§hriges Referendariat erfolgreich absolvierten keine Wertsch√§tzung entgegen. Sie verh√§lt sich respektlos gegen√ľber der Lebensleistung dieser jungen Menschen. Eine Arbeitgeberin, die zu Beginn des Berufseinstiegs so mit ihren zuk√ľnftigen Mitarbeitenden umgeht, verliert Attraktivit√§t. Dies macht sich bereits jetzt in den Absolventenzahlen des Referendariats vor allem in den Ingenieurberufen bemerkbar. Das Land ben√∂tigt einerseits dringend junge Fachkr√§fte verliert diese jedoch weiterhin an die Industrie. Ein Zustand der relativ einfach durch politischen Willen und Respekt zu l√∂sen w√§re, beispielsweise durch die √ľbergangslose Besch√§ftigung nach dem Referendariat.

Auch zuvor unter der Gr√ľn-Roten Landesregierung wurde an dieser g√§ngigen Baden-W√ľrttembergischen Praxis festgehalten. Auch damals wurde von keiner der Regierungsparteien die Absicht verfolgt, diese prek√§re Situation zu ver√§ndern. Daher wirkt die Forderung der SPD f√ľr eine √ľbergangslose Besch√§ftigung vom Referendariat in die Festanstellung mehr wie ein Lippenbekenntnis zu Wahlkampfzeiten als echter Ver√§nderungswille.

Die Bundestagskandidatin der LINKEN in Pforzheim, Meltem √áelik dazu: ‚ÄěWir fordern die Landesregierung auf, Arbeitsvertr√§ge im direkten Anschluss an das Referendariat f√ľr die diesj√§hrigen und zuk√ľnftigen Absolventen auszustellen! Wir stehen solidarisch an der Seite der Lehrkr√§fte und unterst√ľtzen sie in ihren Forderungen nach einem gerechten und respektvollen Umgang.‚Äú

Pressemitteilung: DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis fordert parteipolitische Vielfalt bei Podiumsdiskussionen

01. M√§rz 2021  Allgemein

Am 24.02 lud die Pforzheimer Zeitung zur Diskussionsrunde mit den Landtagskandidat*innen des Enzkreises ein, um die Kandidierenden der Parteien vorzustellen. Ohne DIE LINKE ‚Äď daf√ľr mit der AfD. In der Diskussion wurde √ľber Corona, Schulen, Digitalisierung, Klimawende, Mobilit√§t und Infrastruktur gesprochen. Das Vorgehen der PZ kritisieren wir deutlich, da ohne die LINKE ein gro√üer Teil des politischen Spektrums dort nicht abgebildet wurde.

DIE LINKE fordert, dass in Zukunft nicht nur die im Landtag vertretenen Parteien zu solchen Veranstaltungen eingeladen werden, sondern, dass das gesamte relevante parteipolitische Spektrum miteinbezogen wird. Denn nur so können landespolitische Themen sinnvoll diskutiert werden.

‚ÄěDie Corona-Pandemie zeigt Probleme, die wir schon lange ansprechen und versch√§rft sie. W√§hrend Gro√ükonzerne staatliche Hilfen bekommen und gleichzeitig massiven Profit machen, schaut die Regierung zu, wie kleine Unternehmen pleitegehen. Auch in den Schulen sehen wir, dass jahrelang nichts f√ľr die Digitalisierung getan wurde und m√ľssen nun das Totalversagen der Kultusministerin Eisenmann (CDU) erleben. W√§hrend Gr√ľne und SPD aktuell wieder soziale Versprechen von sich geben, verschweigen sie, dass sie von 2011‚Äď2016 die Landesregierung stellten und die Chance gehabt h√§tten, soziale Probleme zu l√∂sen. Aber auch aktuell schauen die Gr√ľnen dabei zu, wie Umweltschutz vernachl√§ssigt wird und in Pflege, Bildung und Wohnungsbau gespart und privatisiert wird,‚Äú so Marvin Wei√ü, der im Enzkreis f√ľr DIE LINKE kandidiert.

Durch Einladen der AfD und Ausgrenzung anderer Parteien kommt die PZ Ihrer Verantwortung als wichtiger Lokalpresse nicht nach. Die Tatsache, dass einer extrem rechten Partei eine B√ľhne geboten wird, die anders als DIE LINKE in keinem Bundesland Regierungsverantwortung tr√§gt, vermittelt leider ein klares Bild √ľber den Horizont der PZ.

Die PZ begr√ľndet dies dadurch, dass nur im Landtag vertretene Parteien zu Diskussionen angefragt werden.
DIE LINKE ist in allen 70 Wahlkreisen des Bundeslandes zugelassen, dar√ľber hinaus im Bundestag vertreten und damit eine relevante Kraft f√ľr die Landtagswahl. Die Begr√ľndung der PZ muss deshalb zumindest als kurzsichtig bezeichnet werden. Ein fairer Wahlkampf wird durch diese Vorauswahl negativ beeinflusst.

DIE LINKE positioniert sich in Ihren Themen als einzige Partei klar auf der Seite der sozial Benachteiligten und der Arbeitenden und unterst√ľtzt seit ihrer Gr√ľndung die sogenannten ‚Äěsystemrelevanten Berufe‚Äú, nicht erst seit der Corona Pandemie. Diese Perspektive fehlt leider komplett bei den Podiumsdiskussionen der PZ und anderswo.