Marvin Weiß: Für den Enzkreis in den Landtag

29. September 2020  Allgemein

Ländlichen Raum stärken
Junge Menschen fördern
Gleichberechtigung schaffen

Hallo, mein Name ist Marvin Weiß. Ich bin 17 Jahre alt und komme selbst aus dem ländlichen Raum, deshalb kenne ich die dortigen Probleme nicht nur, ich erfahre sie täglich am eigenen Leib.

Gerade ältere Menschen haben hier sehr große Angst vor dem Alter, aber nicht nur aufgrund der drohenden Altersarmut, sondern auch wegen der dann drohenden Abhängigkeiten. Auf dem Land kann man beispielsweise nicht mal eben einkaufen oder zum Arzt gehen, ohne auf ein eigenes Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Die Infrastruktur in den ländlichen Regionen ist somit nicht nur veraltet, sondern schon fast unmenschlich.

Vor allem der öffentliche Nahverkehr ist nicht vollständig ausgebaut und dazu noch maßlos überteuert. Das Schlimme daran ist, dass gerade die Menschen, die besonders auf ihn angewiesen sind, ausgebeutet werden. Das gilt beispielsweise für diejenigen Rentner und Rentnerinnen, die eine kleine Rente zur Verfügung haben und durch Krankheit oder aus anderen Gründen nicht selbst mit dem Auto fahren dürfen oder können. Hier sehe ich die Politik in dringendem Zugzwang.

Ebenfalls ist das Thema Bildung für mich ein sehr wichtiger Punkt. Ich bin selbst noch Schüler und erlebe somit auch die Probleme in den Schulen selbst. Viele Schulen hinken bei der Digitalisierung meilenweit hinterher. Das hat die aktuelle Pandemie sehr deutlich gemacht.
Auch der Umgang mit den Lehrkräften ist eine Unzumutbarkeit! Es kann doch nicht sein, dass jährlich viele LehrerInnen über den Sommer arbeitslos sind und jedes Jahr aufs Neue eine Arbeitsstelle suchen müssen. Auch die Referendarinnen und Referendare hat die Pandemie stark getroffen.
Das Land Baden-Württemberg hat die Zeugnisse für die ReferendarInnen viel zu spät ausgestellt, sodass eine Bewerbung auf eine neue Arbeitsstelle fast unmöglich war.

Auch der Zustand vieler Schulen ist veraltet, doch für Modernisierungen scheint kein Geld vorhanden. Lediglich für den Neubau von Gebäuden ist Geld verfügbar, böse Zungen würden sagen, dass nur dafür Geld ausgegeben werden darf. 
Auch an meiner Schule wird ein zweiter Neubau errichtet, während die vorhandenen Räume immer mehr veralten, sodass sie zum Teil bereits unbenutzbar sind. Das sind Zustände, die es im 21. Jahrhundert eigentlich nicht geben sollte.

Ich stehe für die jungen Menschen, die das Wichtigste in der Gesellschaft sind. Sie sind die Zukunft, aber ein Großteil von ihnen wird leider aktuell abgehängt. Alle Kinder und Jugendlichen sollten die gleichen Voraussetzungen und die gleiche Chance auf Bildung erhalten. Das darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein.

Ich würde mich über eure Unterstützung sehr freuen, damit ich mich für die ländliche Bevölkerung und die jungen Menschen in unserer Gesellschaft im Baden-Württembergischen Landtag einsetzen kann. Ich möchte ein Zeichen setzen und zeigen, dass auch junge Menschen etwas bewegen können und ernstgenommen werden müssen.

Hüseyin Okur: Für die Stadt in den Landtag.

05. September 2020  Allgemein

»Demokratie heißt nicht, staatliche Verantwortung in die Hände gewinnorientierter Konzerne abzugeben!« 

Ich bin Hüseyin Okur, 35, examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Ich arbeite seit 5 Jahren in der ambulanten Pflege und bin bereits seit 20 Jahren politisch aktiv. Anfangs im Rahmen von Demonstrationen und Anlässen wie dem Tag der Arbeit, Solidaritätsaktionen und Anti-Kriegs-Veranstaltungen, irgendwann wurde mir allerdings klar, dass es mir nicht genügt, nur mit meinem Unmut auf die Straße zu gehen, sondern dass ich auch parteipolitisch aktiv werden muss, um selbst politische Akzente setzen zu können und den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen. 

Meine politischen Positionen möchte ich hier kurz erläutern.

Zunächst zur Bildung und unseren Schulen. Wir haben im Ländle einen LehrerInnenmangel. Da ist es doch sehr verwunderlich, dass die grün-schwarze Landesregierung auch dieses Jahr wieder fast 9000 PädagogInnen und ReferendarInnen über die Sommerferien in die Arbeitslosigkeit schickt, obwohl ein Großteil von ihnen wiedereingestellt werden soll.

Die Frage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW-BW), welcher Arbeitgeber seinen gefragten Nachwuchs in die Arbeitslosigkeit schickt, ist deshalb mehr als berechtigt. Es ist peinlich, dass eines der reichsten Bundesländer versucht, sich um Gehaltszahlung über die Sommerferien zu drücken. Das ist nicht akzeptabel und darf sich ab dem kommenden Jahr nicht mehr wiederholen.

Ein weiterer Punkt: Bildung muss von Anfang an kostenfrei sein. Kitagebühren sind zwar nach Einkommen gestaffelt, aber dennoch ist es längst überfällig, sie abzuschaffen. Zugang zu Bildung muss kostenfrei sein. Dazu gehört, eigentlich selbstverständlich, auch die vorschulische Erziehung. Es kommt schließlich auch niemand auf die Idee, Grundschulgebühren einführen zu wollen. Das wäre zu Recht mit einem großen öffentlichen Aufschrei verbunden.
Ich befürchte außerdem, dass die Kommerzialisierung von Bildung früher oder später noch mehr um sich greifen wird, wenn wir uns ihr nicht sofort entgegenstellen.

Das Thema Wohnen ist mir auch sehr wichtig. Der Wohnungs- bzw. Immobilienmarkt steht seit Jahren für das Gegenteil einer sozialen und gerechten Wohnraumverteilung. Das ist ein bundesweites Problem, dem man jedoch auch auf Landesebene entgegentreten kann – wenn man nur will.

Immer weniger Menschen können sich ein Eigenheim leisten, vor allem in den sogenannten begehrten Gegenden und dasselbe gilt für die Mieten. Oft betragen diese 50 % oder mehr des Einkommens, je nach Wohnlage und Gehaltshöhe. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Das ist nichts anderes als eine faktische Enteignung der Bürgerinnen und Bürger. Für jene, die oft nur den Mindestlohn oder knapp darüber verdienen, ist es eine Zumutung, die aufhören muss.

Ich fordere deshalb einen landesweiten Mietendeckel, wie er auch in Berlin eingeführt wurde.

Unausweichlich, um diesen Missstand zu beseitigen, ist auch eine Rekommunalisierung vieler ehemaliger städtischer Immobilien – also eine Rückführung dieser Objekte in öffentliches Eigentum, um zu verhindern, dass das Grundrecht auf Wohnen, nicht weiter der Boden- und Immobilienspekulation zum Opfer fällt. Der Staat muss sich wieder seiner Verantwortung bewusstwerden und dafür sorgen, dass die Menschen in diesem Land ohne Einbußen ihrer Lebensqualität, bezahlbaren Wohnraum finden.

Als Gesundheits- und Krankenpfleger liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Gesundheit darf keine Ware sein, das ist unsere Position als LINKE. Es gibt Bereiche des öffentlichen Lebens, die einfach nicht profitorientiert organisiert sein dürfen – entgegen der geläufigen Tendenz, dass alles und jenes, um jeden Preis, gewinnbringend sein und einem marktwirtschaftlichen Wettbewerb unterliegen muss. Der Staat ist für die Menschen da und nicht für den „freien“ Markt.

Es liegt in der Verantwortung von Regierungen, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die öffentliche Daseinsvorsorge zu stärken und diese auch in Zukunft zu gewährleisten.

Daher fordere ich, dass die bisher privatisierten Krankenhäuser wieder öffentliches Eigentum werden und die bestehenden städtischen Betriebe auch weiterhin in kommunaler Hand bleiben.

Es ist zusätzlich auch nötig, den Personalschlüssel, der 2019 durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz festgelegt und dieses Jahr verschärft wurde, weiter zu verbessern und auf alle Fachbereiche auszuweiten, da die Betreuung von 10 PatientInnen in den Tagesschichten und 20 in der Nacht, teilweise nur durch eine Pflegekraft, immer noch eine Zumutung ist. Das gilt sowohl für die MitarbeiterInnen, als auch für die PatientInnen selber. Alle profitieren von besseren Bedingungen in der Pflege, vielleicht mit Ausnahme von denen, die damit in erster Linie Geld verdienen wollen.

Aus diesen Gründen möchte ich mich für Pforzheim im Landtag engagieren und würde mich dabei über eure Unterstützung freuen.

DIE LINKE. Pforzheim/Enzkreis nominiert Landtagskandidat*innen für Pforzheim und den Enzkreis

25. Juli 2020  Allgemein

Die LINKE hat am 23.07.2020 ihre Landtagskandidat*innen für Pforzheim und den Enzkreis für die Baden-Württembergische Landtagswahl 2021 nominiert. 

Für Pforzheim wird Hüseyin Okur als Landtagskandidat antreten, unterstützt von Meltem Celik, die ihn als Zweitplatzierte aktiv im Wahlkampf unterstützen wird. 

Das Duo hat sich die Themen Bildung, Klima und Sicherheitspolitik auf die Fahne geschrieben. 

Im Enzkreis wurden Marvin Weiss und Stellvertreter Maurice Knaus nominiert. Beiden sind die Zugänglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel im ländlichen Raum, der Ausbau und die Modernisierung unseres Bildungssystems sowie die damit einhergehende Digitalisierung wichtig.

 „Aus eigener Beobachtung an meinem Gymnasium kann ich berichten: Die schon lange dürftige Ausstattung der Schulen mit modernen Medien und die mangelnde Digitalisierung wurde durch die Pandemie lediglich offensichtlich. Besonders einkommensschwache Familien wurden hier förmlich im Regen stehen gelassen und die strukturelle Ungleichheit in der Bildung nochmals verschärft. Das muss und das wollen wir ändern!“, so Marvin Weiss in seiner Vorstellungsrede.

Niklas Beith, Kreisvorstand der LINKEN. Pforzheim/Enzkreis sagt zur Nominierungsveranstaltung: „Der rote Faden bei den Kandidat*innen und auch bei uns im Kreisvorstand ist die Idee, dass wir als Team agieren wollen, das haben alle Kandidat*innen in ihren Vorstellungsreden betont und so wollen wir als Kreisverband auch in den Wahlkampf gehen. Das unterscheidet uns meiner Meinung nach vom Rest der aktuellen Pforzheimer Parteienlandschaft.“

Zudem gehe die Partei mit einer Reihe von sehr jungen Kandidat*innen in den Wahlkampf, der älteste Kandidat, Okur, ist 35 Jahre alt, während der jüngste, Weiss, mit 17 Jahren, bei der Nominierungsveranstaltung noch keine eigene Stimme abgeben durfte. 

„Die LINKE in Pforzheim und dem Enzkreis wird immer jünger. Das kann sicher nicht jede Partei von sich behaupten,“ so Beith. 

Im Wahlkampf will er nicht nur im öffentlichen Raum aktiv werden, sondern auch in den digitalen Medien: „Wir haben hier Lektionen aus dem Kommunalwahlkampf gelernt, die wir nun noch fokussierter umsetzen werden,“ sagt Niklas Beith.

Bei der Frage, was als nächstes anstünde fügt er hinzu: „Wir arbeiten an einer übergreifenden Strategie, die die Stärken unserer Kandidat*innen hervorhebt und dafür die Stärken unserer aktiven Mitglieder nutzt.“

Zwei junge Mitglieder der LINKEN. Pforzheim/Enzkreis treten an, den Landtagswahlkampf im Wahlkreis Pforzheim als Team zu bestreiten

22. Juli 2020  Allgemein

Meltem Celik (27), gebürtige Pforzheimerin, Kauffrau im Einzelhandel und Hüseyin Okur (35), gebürtiger Stuttgarter, Gesundheits- und Krankenpfleger, treten an, um den Landtagswahlkampf im Wahlkreis Pforzheim als „Team LINKS“ gemeinsam zu bestreiten.

Ungeachtet, wer von ihnen bei der Nominierungsveranstaltung der LINKEN. Pforzheim/Enzkreis am 23.07. als LandtagskandidatIn hervorgeht, wollen beide sich wechselseitig als ErsatzkandidatIn unterstützen. Ihre Themen dabei: Klima, Bildung und Sicherheitspolitik.

„Die Landtagswahl ist eine Chance, eine parlamentarische Neuaufstellung in Gang zu bringen. Jahrzehntelang regierte die CDU im Ländle, seit guten 9 Jahren mit den Grünen, aber weder sozial-ökologisch, bildungstechnisch noch sicherheitspolitisch hat sich wirklich was verändert,“ so Hüseyin Okur.

„Wir haben mittlerweile über 9 Jahre einen grünen MP, der eher der Automobilindustrie zugeneigt ist, als Umweltorganisationen und Klima-AktivistInnen wie Greenpeace und FFF. Deshalb sind die Hoffnungen auf einen ökologischen Wandel auch schon lange verflogen,“ ergänzt Meltem Celik.

Sie fügt hinzu: „Wir haben zum Beispiel heute nicht wirklich eine Infrastruktur von Fahrradwegen, die sich von der Zeit unterscheidet, in der unser Land schwarz regiert wurde.“

Auch beim Thema Bildung stünden wir nicht anders da als vor Schwarz-Grün, so Celik. Jährlich würden tausende LehrerInnen bzw. ReferendarInnen kurz vor den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit geschickt, nur um nach den Ferien wieder eingestellt zu werden.

„Auch Kürzungen und Stellenstreichungen gehören zum Repertoire dieser Landesregierung, obwohl Lehrermangel herrscht,“ sagt Celik dazu.

Zur Sicherheitspolitik sagt Okur: „Wir haben den letzten Jahren deutlich sehen können, wie unnötig die Kompetenzerweiterungen durch eine Verschärfung der Polizeigesetze sind. Das sieht man beispielsweise auch in unserem Wahlkreis, wo die Kriminalität laut Kriminalitätsstatistik seit Jahren messbar abnimmt und sich das subjektive Sicherheitsempfinden scheinbar trotzdem nicht verbessert.“ 

„Wir brauchen neben der außerparlamentarischen Opposition, auch den Druck von innen heraus. Daher wollen wir, als LINKE, eine produktive Konfrontation mit der Regierung suchen, um für einen echten sozial-ökologischen Wandel einzutreten, die Bildung nicht zu einer politischen Sparte dritter Klasse verkommen zu lassen und uns Pseudosicherheitsgesetzen entgegen zu stellen,“ sagt Celik.

„Wir wollen den Weg in den Wahlkampf gemeinsam gehen, solidarisch, als Team LINKS,“ fügt Okur hinzu. „Unsere Kandidatur unterscheidet sich so deutlich vom Zwist, der in den Parteien der Pforzheimer Politiklandschaft, von SPD bis AfD, in den letzten Monaten beinahe durchgängig vorherrschte. DIE LINKE ist eine Partei der Solidarität und das leben wir auch, wenn es um die Landtagswahlen geht.“

Unsere Stellungnahme zur ersten Lesung des neuen Polizeigesetzes im Landtag

15. Juli 2020  Allgemein

Der Gesetzesentwurf sieht u.a. den Einsatz von Bodycams in Wohnungen und Geschäftsräumen und verdachtsunabhängige Kontrollen vor Großveranstaltungen vor. Dazu gehören also auch Demonstrationen, Konzerte und Festivals.

DIE LINKE. Baden-Württemberg lehnt den Gesetzesentwurf ab. Das Polizeigesetz wurde erst 2017 verschärft. Es ermöglicht daher bereits jetzt intelligente Videoüberwachung, den Einsatz von Sprengstoff und Staatstrojanern.

Wir fordern von der Landesregierung die Rücknahme dieser Befugnisse! Eine weitere Ausweitung ist völlig inakzeptabel, auch weil man bei der Änderung 2017 selbst aus Sicht des Grünen Ministerpräsidenten Kretschmann bereits an die „Grenze des verfassungsmäßig Machbaren“ gegangen ist

Die Black Lives Matter Bewegung hat in den letzten Wochen gezeigt, dass die Polizei für viele Menschen in Baden-Württemberg kein Freund und Helfer ist. Rassismus in der Polizei ist eine Realität, auf die die Landesregierung bisher keine Antwort gibt. Verdachtsunabhängige Kontrollen vor Großveranstaltungen begünstigen Racial Profiling. Der Gesetzesentwurf lässt eine Strategie gegen Rassismus in der Polizei gänzlich vermissen.

Zudem häufen sich in den letzten Monaten Nachrichten über rechte Strukturen und Netzwerke in der Polizei. Eine Polizei, in der sich Rechte organisieren und vernetzen können, ist eine ernste Gefahr für die Demokratie.

Aus dem Innenministerium gibt es auf diese Probleme keine Antworten, eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein – man siehe zum Beispiel die vor kurzem von Innenminister Seehofer abgesagte Studie zu Rassismus in der Polizei.

Die Versammlungsfreiheit und Persönlichkeitsrechte werden durch das neue Polizeigesetz weiter beschnitten. Die immer stärker zu Tage tretenden Probleme der Polizei werden durch das neue Polizeigesetz weiter verschärft, anstatt endlich etwas gegen polizeiliches Fehlverhalten zu unternehmen und unabhängige Ermittlungsstellen einzurichten.

Anfang Juli durchsuchte die Polizei die private Wohnung eines Mitarbeiters des LINKEN Bundestagsabgeordneten Tobias Pflüger in Tübingen. Dieser Vorfall ist ein jüngstes Beispiel dafür, dass die Polizei auch in Baden-Württemberg willkürlich agiert.

Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus dem Wahlkreis Tübingen, bezeichnete den Polizeieinsatz als „absolut skandalös“: „Die Durchsuchung der Privaträume eines Mitarbeiters eines Abgeordneten des Deutschen Bundestages, mit Beschlagnahmung von Parlaments-Dokumenten, offensichtlich ohne hinlängliche Beweise sind keine Mittel eines Rechtsstaates“.

Die ursprünglich für heute im Landtag angesetzte erste Lesung zur Verschärfung des Polizeigesetzes in Baden-Württemberg findet nun nächste Woche statt.

Kundgebung zu Müller Fleisch am 17.06.2020

10. Juni 2020  Allgemein

Nachtrag: Den kompletten Mitschnitt der Kundgebung gibt es hier zu sehen: https://www.facebook.com/watch/?v=2939289256149210

Die aktuelle Situation bei Müller Fleisch zeigt – in dieser und in vielen anderen Firmen und Branchen muss sich ganz dringend etwas tun, nicht nur in Zeiten von COVID 19.

Am Freitag, 12.06.2020 ab 17 Uhr, wird in Pforzheim eine Kundgebung der LINKEN und der Gewerkschaft NGG zu den aktuellen Bedingungen bei Müller Fleisch und damit zusammenhängenden landes- und bundespolitischen Themen stattfinden.

Sprechen werden dort Michel Brandt, Bundestagsabgeordneter (DIE LINKE Karlsruhe), Elwis Capece, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in der Region Mittelbaden-Nordschwarzwald und Peter Pfeiffelmann, Vorstandsmitglied der LINKEN. Pforzheim/Enzkreis.

Die Kundgebung findet in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße statt, zwischen Apollo Optik und Fielmann, beim „Dicken“, etwa auf Höhe der Hausnummer 29.

Es wird dort auch die Möglichkeit geben, eine Unterschriftenliste zu unterzeichnen, um den Belangen der Beschäftigten Nachdruck aus der Öffentlichkeit zu verleihen.

Wir hoffen, euch dort zu sehen.

Der 1. Mai 2020 als Tag der Arbeit der essenziellen Beschäftigten im Gesundheitsbereich

01. Mai 2020  Allgemein

Der Ursprung der Demonstrationen am 1. Mai liegt in der Forderung der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert den 8-Stunden-Tag einzuführen. Diese historische Errungenschaft der Arbeiter*innen, von der wir heutzutage immer noch profitieren und die nur durch konsequente Solidarität ermöglicht worden ist.

Der 1. Mai 2020 sollte, in Anbetracht dieser historischen Tatsache, der Tag der essentiellen Arbeiter*innen sein – und uns anlässlich der andauernden Pandemie dazu bewegen, uns konsequent mit den Beschäftigten in den sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen, ganz besonders auch im Gesundheitswesen, zu solidarisieren.

Damit sind nicht nur Pflegepersonal und Ärzte gemeint, sondern auch Mitarbeiter mobiler Pflegedienste, Rettungsdienste, Verwaltungspersonal in Krankenhäusern und Reinigungspersonal, dass ja oftmals die erste und wichtigste Verteidigungslinie des Infektionsschutzes ist.

Denn es sollte uns allen in diesen Zeiten klar geworden sein, dass eine überarbeitete Ärztin, ein bis zur Belastungsgrenze angespannter Pfleger, oder eine Reinigungskraft mit finanziellen Ängsten für niemanden gut sein kann.

Von einem „gesunden“ Gesundheitssystem würden wir alle profitieren, egal ob wir Beschäftigte, Bewohner*innen, Patient*innen oder Angehörige sind. Genau wie wir alle von der Errungenschaft des 8-Stunden-Tages alle profitiert haben.

Ein solidarisches Gesundheitssystem

Seit vielen Jahren ist es ein Kernthema der Linken Verbesserungen in der Gesundheit und Pflege herbeizuführen. Unsere Forderungen wurden in der Vergangenheit nur allzu häufig von den regierenden Parteien „überhört“. Im Pflegesektor ging und geht es leider auch nur darum, möglichst viele Profite zu erzielen.

Der gegenwärtige Dank der Bevölkerung und eine Einmalzahlung, wie aktuell politisch diskutiert, löst die prekären Probleme in dieser Branche nicht.

Es ist an der Zeit zu handeln!

Wenn diese Berufe durch ein höheres Einkommen und geregelte Arbeitszeiten mehr Wertschätzung erfahren, sind wir überzeugt, dass die Attraktivität dieser Arbeitsplätze enorm gesteigert wird und so langfristig der vorhandene Personalmangel reduziert werden kann.

Pflegenotstand stoppen

Wir möchten deshalb an dieser Stelle nochmal auf die Kampagne „Pflegenotstand stoppen!“ (https://www.pflegenotstand-stoppen.de/) und deren grundsätzliche Forderungen hinweisen

  • 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in den Krankenhäusern!
  • 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in der Altenpflege – mindestens!
  • 500 Euro mehr Grundgehalt in der Pflege
  • Pflege gerecht und sicher finanzieren!
  • Krankenhausschließungen verhindern!

International solidarisch

Wir unterstreichen außerdem nochmal die Notwendigkeit von internationaler Solidarität in Zeiten von Corona – so problematisch es in Deutschland zum Teil auch sein mag, in anderen Ländern Europas sieht es noch viel düsterer aus. Wenn wir es hier nicht schaffen, uns solidarisch zu verhalten, wird Corona im schlimmsten Fall auch das vereinte Europa auf dem Gewissen haben.

Gerade im Gesundheitssystem muss weltweit gelten „Menschen vor Profite!“

photo_2020-05-01_16-00-35

Pforzheimer Stadträte von WiP / DIE LINKE kritisieren Müller-Fleisch scharf

29. April 2020  Allgemein, Gemeinderat

WiP / DIE LINKE kritisiert Müller-Fleisch scharf

Die Stadträte von WiP / Die LINKE prangern die menschenunwürdigen Arbeits- und Wohnbedingungen der rund 500 Werks- und Leiharbeiter an, die zwar bei der Firma Müller-Fleisch tätig sind und dort maßgeblich am Erfolg der Firma mitarbeiten, jedoch arbeitsrechtlich durch Verträge mit Sub-Sub-Unternehmen keine Mitarbeiter der Firma Müller-Fleisch sind.

Das Geschäftsmodell ist eine legale Form der vielfältigen Ausbeutung von „Billiglohn“-Kräften aus dem europäischen Ausland durch Aushebeln sowohl der Bezahlung nach Mindestlohn als auch der Fürsorgepflicht des Unternehmers für seine Mitarbeiter.

Bei Müller-Fleisch betrifft das fast die Hälfte der im Unternehmen Beschäftigten.„Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung der Firma Müller-Fleisch Verantwortung für ihre Mitarbeiter übernimmt, ohne die das Unternehmen nicht funktionieren könnte.

Eine Beteiligung der Firma Müller-Fleisch an den Kosten der Unterbringung derjenigen Mitarbeiter, die in Quarantäne sind, halten wir für geboten und drängen nachdrücklich darauf“, so die Stadträte.Die aktuelle Situation wird dadurch verkompliziert, dass in den Gemeinschaftsunterkünften auch Personen leben, die bei anderen Firmen als Leiharbeiter beschäftigt sind.

Es kann daher auf keinen Fall hingenommen werden, dass von Fleisch-Müller nun weitere Arbeiter aus dem Aus- oder Inland angeworben und beschäftigt werden, womöglich um diese später ebenfalls kostenintensiv in Quarantäne-Quartieren unterbringen zu müssen.

„Wir fordern die sofortige temporäre Schließung des Betriebes sowie das Testen aller in den Unterkünften lebenden Personen, unabhängig vom Arbeitgeber. Gleichzeitig fordern wir von den politischen Entscheidungsträgern der großen Koalition eine Gesetzesänderung, damit solch ethisch mehr als fragwürdigen Geschäftsmodellen und deren Folgen endlich Einhalt geboten wird“, so die Stadträte.

Die Stadträte der Gemeinderatsgruppierung WiP/Die Linke



Weiteres zu diesem Thema:

– Ausführliches Statement unser Kreisverbands zur Situation bei Müller Fleisch
– Gemeinsame Pressemitteilung des Kreisverbands mit Michel Brandt (MdB)



Gemeinsame Pressemitteilung mit Michel Brandt (MdB) zur Situation bei Müller Fleisch

29. April 2020  Allgemein

Passend zu unserem ausführlicheren Statement zu Müller Fleisch, hier noch die Pressemitteilung, die wir dazu heute gemeinsam mit unserem Karlsruher Bundestagsabgeordneten Michel Brandt veröffentlicht haben:

Pressemitteilung:

Menschen vor Profite

Erschreckend hohe Anzahl von Covid 19 Infektionen bei Müller Fleisch in Birkenfeld – Das Unternehmen muss die Unterbringung seiner Leiharbeiter verbessern

Bundestagsabgeordneter Michel Brandt, Obmann der Linksfraktion im Ausschuss für Menschenrechte, fordert die Verantwortlichen beim Gesundheitsamt, den Landrat sowie den Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim dazu auf, zu veranlassen, dass die Wohn- und Lebensbedingungen der zumeist aus Osteuropa stammenden Leiharbeiter*innen bei Müller-Fleisch geprüft und verbessert werden.

Brandt weiter: “Es kann nicht angehen, dass der Betrieb von Müller Fleisch trotz der hohen Infektionszahlen ungehindert weiter geht. Ich fordere die umfängliche Aufklärung der Vorgänge bei der Firma Müller-Fleisch durch die Behörden.”

Grundsätzlich ist die Unterbringung von Leiharbeitern in Massenunterkünften die keinen Wohn- und Hygienestandards entspricht zu verbieten. Unternehmen die ausländischen Arbeitskräfte, auch über Leiharbeitsfirmen, beschäftigen, sind für deren Unterbringung verantwortlich zu machen. Im Zuge der Corona Pandemie zeigt sich, dass gerade die Ärmsten am stärksten unter der Pandemie leiden.

Der Kreisverband DIE LINKE Pforzheim/Enzkreis weist darüber hinaus darauf hin, dass dies nicht die ersten negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit Leiharbeiter*innen aus dem osteuropäischen Ausland darstellen. Der Skandal um die unbezahlten Leiharbeiter*innen einer ungarischen Vertragsfirma beschäftigte 2013 wochenlang die Bevölkerung und die lokalen Medien.

Niklas Beith, Kreisvorstand DIE LINKE Pforzheim, bemängelt: “Die Verantwortlichen in Pforzheim und im Enzkreis müssen sich fragen lassen, warum erst nach einer sehr hohen Anzahl von Infizierten, Maßnahmen, wie Verlegung von Bewohner*innen, ergriffen wurden. Ebenso scheint die schon damals fragwürdige Beschäftigungspolitik bei Müller Fleisch ungebrochen weitergeführt worden zu sein. Die Zusammenhänge sind dringend zu hinterfragen!”

Mario Tursi, Mitglied im Kreisvorstand, ergänzt: “Warum wurde, trotz der um sich greifenden Pandemie, nicht sofort die Wohnverhältnisse in den Sammelunterkünften so gestaltet, dass die Abstandsregeln eingehalten wurden und somit das Risiko hätte minimiert werden können. Die Leidtragenden sind die Schutz- und Wehrlosesten unseres Arbeitsmarktes”.

Menschen vor Profite! – Verantwortung hört nicht am Werkstor auf!

29. April 2020  Allgemein

Am Donnerstag, dem 16.04.20, verbreitete sich in Raum Pforzheim und dem Enzkreis die Nachricht, dass bei einem großen lebensmittelverarbeiteten Betrieb bereits 90 Mitarbeitende positiv auf das neuartige SARS-CoV-2 Virus, allgemein bekannt als Coronavirus, getestet wurden.

Dieser Betrieb stellte sich im Laufe als die bekannte Birkenfelder Firma Müller Fleisch heraus.

Seit Bekanntwerden des Infektionsausbruchs haben sich bis zum heutigen Tag über 300 Mitarbeiter*innen als infiziert herausgestellt. Der gesamte Betrieb wurde unter Quarantäne gestellt, nicht oder noch nicht positiv getestete Mitarbeiter dürfen ihre Wohnungen nur für den Gang zum Arbeitsplatz verlassen.

Trauriger Höhepunkt ist die Verlegung von positiv getesteten Mitarbeitern in das Hohenwart-Forum sowie das Queens Hotel in Niefern, um sie dort umfassend unter Quarantäne zu stellen.

Bei den betroffenen Mitarbeitern des Unternehmens handelt es sich überwiegend um Leiharbeiter aus dem osteuropäischen Raum, die in Pforzheim und Umgebung in Sammelunterkünften untergebracht sind.

Die bislang getroffenen Maßnahmen werden sowohl von den beteiligten Stäben der Stadt Pforzheim als auch des Enzkreises als Erfolg bewertet, insbesondere da in den Gemeinschaftsunterkünften eine wirkungsvolle Isolation der Menschen, die positiv getestet wurden oder corona-typische Symptome zeigen, von anderen gesunden Bewohnern nur schwer gewährleistet werden könne, so die Leiterin des Gesundheitsamts, Dr. Brigitte Joggerst.

Die geäußerte bisherige Kritik an den hygienischen Verhältnissen und dem mangelhaften Krisenmanagement der Firma ist unseres Erachtens daher berechtigt, stellt aber nur einen Teilaspekt dieser Krise dar.

Es handelt ich sich nämlich nicht um die erste Ausnahmesituation im Zusammenhang mit Werkvertrags- und Leiharbeitskonstruktionen bei der Firma Müller Fleisch.

Der Skandal im Jahr 2013 um die unbezahlten ungarischen Leiharbeiter, die aufgrund einer extrem verschachtelten Vertragssituation mit mehreren ungarischen Subunternehmern in Deutschland zu ungarischen Leiharbeitertarifen produzierten und dann um ihren verdienten Lohn betrogen wurden, ist noch sehr präsent. Hier wies die Firma Müller Fleisch die Verantwortung mit Verweis auf die vertragliche Vereinbarung mit der ungarischen Leiharbeitsfirma von sich. Erst nach öffentlichem Druck kam es zu einer Lösungssuche.

Dieser Ausbruch kann daher nicht dem Zufall geschuldet sein, sondern ist Teil einer grundsätzlich moralisch fragwürdigen Personalpolitik der Firma Müller Fleisch, die sich zwar im Rahmen des gesetzlich Erlaubten bewegt, aber dennoch Fragen aufwirft, die bislang weder von der Geschäftsleitung umfassend erläutert wurden noch von der Stadt Pforzheim oder dem Landratsamt des Enzkreises öffentlich hinterfragt wurden.

  • Wie kommt es dazu, dass erst 90 Mitarbeiter positiv getestet werden mussten, um in die Öffentlichkeit zu gehen und erst dann umfassende Maßnahmen zu ergreifen?
  • Warum wurden nicht bereits bei den ersten auftretenden Symptomen sofort Maßnahmen eingeleitet? In welchem Vertragsverhältnis stehen die betroffenen Mitarbeiter? Haben diese Mitarbeiter unter Umständen ihre Symptome in Angst um ihren Arbeitsplatz verschwiegen, da sie nicht in den Genuss und den Schutz der deutschen Arbeitsgesetzgebung kämen, sondern Arbeitsplatzverlust und fehlende Lohnfortzahlung fürchten müssen?
  • Weshalb wurde, trotz der um sich greifenden Pandemie, den bekannten Abstandsregularien und der Tatsache, das es sich hier um einen lebensmittelverarbeitenden Betrieb handelt, nicht sofort daran gearbeitet, die Wohnverhältnisse der Arbeitnehmer in den Sammelunterkünften so zu gestalten, das diese eben nicht in den beschriebenen „beengten Unterkünften“ leben müssen und sich so zusätzlichem Risiko auszusetzen?
  • Weshalb wird der Betrieb nicht sofort geschlossen und eine umfassende Untersuchung eingeleitet, inwiefern dieser verheerende Ausbruch hätte verhindert werden können? Die Systemrelevanz des Betriebes sollte unter diesen Umständen momentan absolut angezweifelt werden!

Dieses wieder einmal skandalöse Geschäftsgebaren der Firma Müller Fleisch zeigt klar auf, das im Sinne der Profiterwirtschaftung und Profitsteigerung alle Register gezogen werden, die im erlaubten Bereich liegen. Die Leidtragenden dieses Gebarens sind einmal mehr die Schutz- und Wehrlosesten unseres Arbeitsmarktes, allerdings fällt dieses verantwortungslose Verhalten aufgrund der Pandemie dieses Mal auf die gesamte Bevölkerung zurück, insbesondere im Raum Pforzheim/Enzkreis sowie den angrenzenden Landkreisen.

Geradezu zynisch erscheint in diesem Zusammenhang das Lob an die Deutsch-Rumänische Gesellschaft in Pforzheim, die laut dem Ersten Bürgermeister der Stadt Pforzheim, Dirk Büscher, an vielen Stellen wohl hilfreich war, „durch Übersetzer oder durch Kontakte in die Community hinein.“

Hilfreich wäre, die rumänischen Mitbürger und Mitarbeiter umfassend über ihre Rechte als Bürger und Arbeitnehmer in Deutschland zu unterrichten, hilfreich wäre ein Eintreten gegen staatenübergreifende Leiharbeits- und Werkverträge zum Zwecke von Lohndumping und zur Umgehung arbeitsrechtlicher Hemmnisse. Sich für eine unterstützende Tätigkeit nach Ausbruch einer Pandemie aufgrund der beschriebenen Zustände loben zu lassen, sollte eher nachdenklich stimmen.

Wir fordern daher nicht nur

  • volle Aufklärung der Vorgänge bei der Firma Müller Fleisch durch die Behörden
  • schnelle und unbürokratische Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter, auch bei den nicht optimalen Wohnverhältnissen
  • die vorübergehende Schließung des Werks und hier ebenso finanzielle Hilfen für die betroffenen Mitarbeiter

sondern ebenso, insbesondere der Ausbruch der Pandemie hat dies offensichtlich gemacht

  • ein klares Verbot eines Beschäftigungsmodells mit Leiharbeitern aus dem Ausland, das einen solchen Ausbruch wie bereits erläutert aufgrund von Angst um den Arbeitsplatz Vorschub leistete
  • ein generelles Umdenken bei der Gesetzgebung im Zusammenhang mit Leiharbeit und Werkverträgen
  • eine europaweite Harmonisierung von Beschäftigungsverhältnissen und Entlohnung zur Bekämpfung von Lohndumping und prekärer Beschäftigung
  • Solidarität statt Spaltung!