LINKE kritisiert Landes-Verfassungsschutzbericht: Bespitzelung der LINKEN muss beendet werden

11. Mai 2012  Kreisverband

„Wir verteidigen die Demokratie und den sozialstaatlichen Auftrag der Verfassung. Kapitalismus steht nicht im Grundgesetz. Die Bespitzelung der LINKEN in Baden-Württemberg mit geheimdienstlichen Mitteln schadet der Demokratie,“ so kommentiert Bernhard Strasdeit, Landesgeschäftsführer der LINKEN und Kreistagsmitglied in Tübingen, den heute von Innenminister Gall vorgestellten Verfassungschutzbericht.

Strasdeit weiter: „Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung aus Grün und SPD weiter in den Kategorien des Kalten Krieges und der Berufsverbote denkt. DIE LINKE ist eine demokratische Partei, die ihre Ziele auf kommunaler Ebene, Landes- und Bundesebene ausschließlich im Rahmen der Landesverfassung und des Grundgesetzes verfolgt. Wir beziehen uns nicht auf Mielke und Honnecker sondern auf August Bebel, Rosa Luxemburg und Martin Luther King. Bei ausgewogenem Hinsehen des Verfassungsschutzes könnte festgehalten werden: sogenannte K-Gruppen-Altkader sind bei Grünen und SPD häufiger zu finden als bei uns. Während das Versagen der    Verfassungsschutzbehörden bei den rassistischen Mordserien der letzten Jahre weiter verharmlost wird und den Neonazi-Umtrieben in vielen Kreisen Baden-Württembergs tatenlos zugesehen wird, kriminalisiert der Bericht die Ideen des Demokratischen Sozialismus. An keinem Punkt wird aufgezeigt, wo DIE LINKE die Verfassung verletzt. Auch das Bekenntnis zum politischen Streikrecht ist durch Artikel 9 im Grundgesetz abgesichert und gilt seit Jahrzehnten als berechtigtes Anliegen von Gewerkschaften.“

„Wir wehren uns dagegen, wenn Schlapphüte mit den unappetitlichen    Mitteln eines Inlandgeheimdienstes unsere persönlichen Kontakte    ausforschen, kommunalpolitisch Interessierte abschrecken, unsere    Mitglieder einschüchtern und uns in die Ecke von Verfassungsfeinden    stellen. Die Bespitzelung der LINKEN muss beendet werden, dafür geht DIE LINKE notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof,“ so Bernhard Strasdeit abschließend.


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